Krautundueben-Newsletter Herbst 17

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Mein Sommer war sehr groß! DANKE! Für die funkelnden Festspiele, für die vielen Zuschauer bei den Lesungen und Kräuterwanderungen um Bad Hersfeld herum, dafür, dass die Kurse bei O’Pflanzt is immer mehr Leute anziehen und und und! Auf geht’s in den Herbst!

 

°°°°16. September Stade:

15:00 Uhr LESUNG in der Buchhandlung Schaumburg in meiner Heimatstadt Stade an der Elbe

 

°°°°24. September 11:00-14:00 bei O’Pflanzt is:

Die ERNÄHRUNGSTHERAPIE DER HILDEGARD VON BINGEN wird uns diesmal beschäftigen. Welches sind die von ihr so genannten „Küchengifte“ und welche Symptome und Organe können wir mit welcher Ernährung heilen? Und welche Kräuter kommen dabei zum Einsatz?

Die unscheinbare kleine BRAUNELLE ist eine interessante Heilpflanze, die gegen Diphtherie und Herpes-Viren eingesetzt werden kann. Wir wollen eine Salbe kochen.

Passend zum Hildegard-Thema gibt es ein ZUCCHINIMUS nach einem ihrer Rezepte zum Essen.

O’Pflanzt-Mitglieder: 13€, Nichtmitglieder: 19€

Anmeldungen unter krautundueben@posteo.de

 

 

°°°°6.-8. Oktober Buchenegg :

„Frau Holle und die Pflanzen der Toten“ heißt der Vortrag von Wolf-Dieter STORL am Freitagabend um 19:00 bei Artemisia in Stiefenhofen. Ich versuche, Karten für alle zu bekommen, dann können wir den Kurs dort starten. Anschließend gibt es wieder eine Suppe in Buchenegg.

Am Samstag graben wir WURZELN und verarbeiten sie. Beinwellsabe, Kardentinktur, Baldrian, Meisterwurz, Engelwurz und Nachtkerzen werden uns beschäftigen. Auch werden wir Wurzelgemüse fermentieren.

Aber diesmal steht auch ein ABSCHIED und die Aussicht auf einen NEUBEGINN an, denn dies soll nun wirklich der letzte Kurs im Allgäu sein, ab Frühjahr 2018 geht es an einem anderen Ort weiter! Und das wollen wir ein wenig feiern an diesem Abend.

Am Sonntag beschäftigen wir uns wieder mit den Wurzeln und der Kurs soll gegen Mittag enden.

Kosten 150€, plus 17€ Eintritt für den Storl-Vortrag, weitere Informationen und Anmeldungen unter krautundueben@posteo.de

 

°°°°14. Oktober 10:00-13:00 im ÖBZ:

Vortrag und Workshop: WURZELN – Heilkraft und Nahrung. Infos unter diesem Link

http://urbane-gaerten-muenchen.de/events/workshop-reihe-fuer-das-netzwerk-urbane-gaerten-muenchen-workshop-6-wurzeln-heilkraft-und-nahrung/

Teilnahme kostenlos, Materialgeld: 5 €.  Anmeldungen bitte direkt ans ÖBZ unter  muz@oebz.de

 

°°°°15. Oktober 11:00-14:00 bei O’Pflanzt is:

Um SEIFE und deren Herstellung wird es diesmal gehen. Seifen sind nicht nur zum Händewaschen gut, auch zur Gesichtsreinigung und als Shampoo finden sie Verwendung. Wie werden sie hergestellt und die Herstellung zuhause sind Fragen, die wir besprechen werden.

Zum Wäschewaschen werden wir uns mit den KASTANIEN beschäftigen und jeder bekommt etwas Waschmittel mit.

Als Kostprobe wird es MARONIKUCHEN geben.

Mitglieder: 13€, Nichtmitglieder: 19€

Anmeldungen unter krautundueben@posteo.de

 

Für den November gibt es auch schon ein paar Pläne: einen Abend im verpackungsfreien Supermarkt „Ohne“, einen Kurs bei O’Pflanzt und eine Lesung in Coburg. Genaueres folgt im nächsten Newsletter.

Hier noch eine Petition, die ich unterschrieben habe, weil ich möchte, dass es den Beruf Heilpraktikerin weiterhin gibt!   https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-uneingeschraenkten-erhalt-des-freien-berufes-des-heilpraktikers

… und noch ein Link, denn meine Tochter Clara hat ein Podcast gegründet: sie interviewt Leute, die etwas Nachhaltiges machen, Projekte, Firmen, Initiativen. „ImpactRevolution“, unter dem Namen findet man sie im Netz bei Facebook, Youtube usw. Ich finde natürlich toll, was sie macht, hört doch mal rein!

Alles Liebe. einen schönen Start ins neue Schuljahr für alle, die damit etwas zu tun haben, Eure Bettina

 

            

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Radio, Theaterzelt und neue Termine

Am Samstag ist ein Beitrag über Fermentation auf Bayern 2 gesendet worden in der Sendung „Orange“. Ich habe auch ein paar Fragen beantwortet und über meine Erfahrungen mit dem Thema erzählt, das mich ja nun schon einige Zeit beschäftigt.

Wer nochmal nachhören will:

 

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Ich bin immer noch in Bad Hersfeld, wo am letzten Sonntag meine Lesung im Theaterzelt stattgefunden hat. Ich bin sehr, sehr dankbar. Einerseits danke ich der Festivalleitung, die mich eingeladen hat, das Buch zu präsentieren. Ein Pflanzenbuch im Rahmen eines solchen Spektakels!  Und andererseits dem Publikum, das mich und meine Botschaft so liebevoll aufgenommen hat. Viele Menschen haben mir wundervolle Dinge gesagt und schienen berührt von meinen Themen.

Ich habe über die Verbundenheit geredet, Verbundenheit unter den Menschen und mit der Natur. Und von der Geschichte, die in unserer Landschaft mit uns und mit unseren Pflanzen passiert ist.

Von Charles Eisenstein und seinem Buch „Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich“. Er beschreibt uns Menschen, die wir in dem Zeitalter der Getrenntheit, des Expertentums, der Kontrolle und des Wachstums leben. Dass wir am Ende des Wachstums angekommen sind, wirtschaftlich, politisch und vor allem umweltpolitisch, ist hinlänglich bekannt und man kann eigentlich nur verzweifeln.

Bei ihm hört aber unsere Geschichte hier nicht auf, denn er vergleicht unsere Entwicklung als Menschheit mit der Entwicklung eines einzelnen Menschen und sagt, dass die Phase des Wachstums der Phase der Kindheit entspricht. Und was passiert mit einem Kind, wenn diese Phase abgeschlossen ist? Das Erwachsenwerden. Er zeichnet diese Perspektive für uns als Menschheit und  beschreibt, dass es etwas gibt, was nach der Wachstumsphase der Kindheit kommt:

Unsere Geschichte ist noch nicht zu Ende sagt er!

Das Ende der Kindheit markiert die Pubertät, wo zunächst einmal alles auseinanderfällt, alle Strukturen und Gewissheiten. Regeln werden außer Kraft gesetzt und brechen zusammen. Der Mensch sucht seine Grenzen und testet sie aus. Wir sehen dementsprechend, wie rund herum unsere Systeme kollabieren. Früher gab es teils krasse Rituale, in denen Heranwachsende auf Visionssuche für ihr Leben geschickt wurden.

Die zweite Veränderung, die er beschreibt, ist das Entdecken der Liebe. Und so haben sich seit den 60er Jahren, als die Raumfahrer die ersten Bilder von der Erde gemacht haben, viele Menschen in unseren blauen, verletzlichen Planeten quasi verliebt. Und wollen ihn beschützen und bewahren und ihm etwas zurückgeben. Dieses Verhältnis ist neu in der Geschichte der Menschen.

Und gibt mir eine Hoffnung, die ich gern mit möglichst vielen Menschen teilen will.

Darüber habe ich geredet, bevor ich aus meinem Buch gelesen habe.

 

°°° Versprochen habe ich, dass ich die Einnahmen der Veranstaltung an den Verein spenden will, bei dem ich letzten Monat gelesen habe: www.Kulturlandschaft-Schwalm.de , weil ich die Arbeit unterstützen will, Kultur in die Region zu bringen und Kultur und Natur zu verbinden.

°°° Und ich wollte einen Termin ankündigen, wann ich einen Kräuterspaziergang hoch in die „Hersfelder Alpen“ machen will. Ich werde also am Freitag, 11.8. und am Samstag, 19.8. jeweils um 12:00 am Tor hinter dem Theaterzelt stehen und wer kommen mag, kann etwa eine Stunde lang mit mir hoch Richtung Tageberg laufen.

 

°°° Am Sonntag, 27.8. um 11:00 geht es in München weiter mit den Kursen bei O’Pflanzt!

Was gibt es im Garten alles zu sammeln für die Kräuter-Hausapotheke? Wir werden eine Kräuterwanderung auf dem O’Pflanzt-Gelände machen und uns mit heilsamen Kräutern eindecken. Pünktlich zu den „Frauendreißigern“, der Zeit, in der sich die Menschen mit dies schon immer getan haben.

Es ist die beste Zeit, die Salbei-/Thymiantinktur herzustellen, denn der Herbst wird kommen und mit ihm Halskratzen, Husten, Schnupfen.

Mitbringen werde ich Tomatensoße und verschiedene Kräuterwasser.

12 € für Mitglieder, 19 € Nichtmitglieder

Anmelden bei krautundueben@posteo.de

 

Alles Liebe, Bettina

 

 

So ein Theater

 

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die kleine Braunelle

Nun bin ich schon eine Weile hier in Bad Hersfeld und habe das Gefühl, an vielen parallelen Inszenierungen gleichzeitig teilzunehmen. Auf der Bühne im Stück und an vielen weiteren Improvisationen hinter der Bühne und rundherum. Welcher Eklat ist wie von wem inszeniert? Und um Himmels Willen, zu welchem Zweck? Wir könnten doch einfach mal nur arbeiten und früh schlafen gehen, dachte ich oft in den letzten Wochen.

Den Hauptdarsteller umzubesetzen in letzter Minute bedeutet für uns vor allem: noch mehr Arbeit, noch länger wachbleiben in der Nacht und großes Tamtam.

Wie zeit- und energieraubend die Arbeit mit einer kleinen Rolle wie der meinen sein kann, hat mich immer wieder von neuem erstaunt.

Aber gut, es ist geschafft, die Premiere war ein großer Erfolg, alle Vorstellungen sowieso ausverkauft, alles gut. Dachte ich. Und heute: wieder proben, weil gekürzt werden muss …

Und ich komme nicht zu meiner anderen Arbeit! Wann kann ich schreiben, wenn ich erst nach 2 Uhr nachts nach Hause komme? Und überhaupt: „zuhause“… Mein Zuhause dieses Jahr ist ein anderes als im Jahr zuvor. Nicht mehr der idyllische Garten von Mette. Mein Rücken hat entschieden nein gesagt zu der Vorstellung, vier Monate auf dem alten, durchgelegenen Schlafsofa liegen zu müssen und ich habe mir eine teure, große, moderne Wohnung mit einem richtigen Bett geleistet. Die Möbel sind exakt dieselben weißen Ikeamöbel wie in meiner letzten Wohnung in Wien. Ich wohne zentral, zentraler geht es nicht. Ich könnte alle sehen, die sich der Stiftsruine nähern oder weggehen, wenn ich wollte. Oder hier wäre.

Das Bett mit der Matratze ist gut. Aber ich kann nicht raus. Bei schönem Wetter in der Wohnung zu sein, nicht draußen essen, das bin ich nicht mehr gewohnt und fühle mich eingesperrt. Interessant. Auch interessant ist der Lärm, denn über dem Bäcker gegenüber von zwei Restaurants zu wohnen bedeutet: Lärm bis 24:00 und ab 4:00, plus Gerüche von asiatischem und anderem Essen, Zigarettenqualm, denn draußen darf ja geraucht werden und ab 4:00 dann Geräusche und Geruch der Backwaren-Produktion. Zur Ruhe hätte ich eh nicht kommen  können –  wäre ich da gewesen.

Nachdem ich erfahren musste, dass Hunde und Besuch weitgehend unerwünscht sind, endete ziemlich abrupt der Kontakt zu den Vermietern. In ihrer Bäckerei gibt es konsequent keinerlei Biowaren und alles, was ich dennoch probiert habe, schmeckte irgendwie gleich. Internet habe ich nur in einer Ecke der Wohnung, wo das Stadtnetz funktioniert. Und Müll muss ich selber entsorgen, zweimal im Monat kann ich Müllbeutel, die ich selber kaufen muss, runterstellen. Und da habe ich mir gedacht: danke, das ist ein schöner Hinweis! Ich beschloss, einfach keinen Müll mehr zu produzieren und habe den Mülleimer ausgewaschen und beiseitegestellt. Kaufe sowieso das Gemüse auf dem Markt beim Biostand und sammle die Gemüsereste in einer Tüte im Kühlschrank. Einmal in der Woche nehme ich die Tüte mit bei einem Spaziergang und leere sie im Gebüsch aus, wo der Inhalt kompostieren kann.

Dazwischen hatte ich noch ein paar Lesungen, die sehr beglückend waren, die letzte am 30.6. in Willingshausen. Draußen unter dem sogenannten „Vesperbaum“, einer alten Linde, saßen über 40 Leute auf Strohballen umgeben von der wunderschönen Landschaft und haben mir zugehört. Ich könnte jetzt viel schreiben über den tollen Verein, der mich eingeladen und das Ganze so wunderbar organisiert hat. Aber dann endet der heutige Post gar nicht.

Dazu wird es noch Gelegenheit geben, denn ich werde hoffentlich noch oft mit ihnen zusammenarbeiten, wenn ich nächstes Jahr in diese Gegend ziehe!

Dazu und über den Kurs „Fermentieren“, (den ich unbedingt bald wiederholen und erweitern möchte, weil das Thema so spannend ist und das Interesse so groß war!) nächstes Mal mehr.

Heute nur noch so viel: geht raus und sammelt die kleine Braunelle, die jetzt auf den Rasenflächen blüht! Alle, die mit Herpes oder einer anderen Viruserkrankung zu tun haben sowieso, alle anderen auch, denn das unscheinbare Kraut, das im englischen „self heal“ heißt und das Mittel gegen Diphtherie war, hat große Heilkräfte! Ich habe einen Ölauszug gemacht und behandele mit Erfolg Herpes-Patienten und trinke den Tee gegen die Erkältung, die nicht kommen soll trotz der nächtlichen Arbeit in kalten Gemäuern.

So, das war mein freier Abend jetzt gerade. Denn morgen beginnen die Wiederaufnahmeproben für das Stück des letzten Jahres „Hexenjagd“. Das wird auch interessant. Aber jetzt Computer aus und Hollersekt trinken. Das Rezept gibt es im nächsten Post. Prost.

Oh Mai!

Engelwurz

Der Mai hatte es in sich: 3 Theater, an denen ich arbeiten konnte, neue Proben, 6 Lesungen, ein Wochenendkurs, den ich geleitet habe, viele erholsame Stunden im Zug… Jeden Morgen, wenn ich aufwache, brauche ich ein paar Sekunden, bis ich weiß, wo ich gerade bin.

Ich glaube, dadurch, dass ich eins nach dem anderen mache und eigentlich alles sehr liebe, das ich tue und zutiefst dankbar dafür bin, geht es mir erstaunlich gut! Nachts schlafen, kein Alkohol und keinen Kaffee, das hilft. Und spazieren gehen in freien Minuten. Die Wälder hier in Hessen nehmen sich meiner an und geben mir Ruhe…

 

ABER: Ich bin wieder in Bad Hersfeld und wie im letzten Jahr läuft nicht alles ganz so wie geplant…

In diesem Jahr wird der Kurs wenigstens nicht ausfallen müssen, sondern er kann einen Tag früher stattfinden. Also

 

°°°°Samstag, 10.6. 11:00-14:00 bei o‘pflanzt is!

Was ist der Unterschied zwischen schwarzem und grünen Tee und was lässt sich aus Himbeerblättern und Co. so alles machen? FERMENTIEREN ist das heutige Thema.

Das Fermentieren von Blättern für einen koffeinfreien, heimischen, schwarzen TEE ist ein interessanter Prozess. Gemeinsam werden wir einen Schritt davon zubereiten.

Außerdem widmen wir uns der Frage: wieviel Sonne ist gut für uns und unsere Kinder? Und wir sprechen in dem Zusammenhang über das für unseren Körper so wichtige VITAMIN D.

Zum Probieren gibt es eingelegtes, fermentiertes Gemüse, eine alte Form der Konservierung. Und als Ergänzung dazu liebliches Rosenwasser, da die ROSEN uns gerade mit ihrem Duft und ihrer Schönheit beschenken.

 

°°° Im Juli wird es keinen Kurs geben.

 

°°°30.6. Willingshausen

Das Künstlerdorf hat mich eingeladen, unter einem der wunderschönen „VESPERBÄUME“ im Rahmen ihrer Veranstaltung aus meinem Buch zu lesen. Wann und wo genau das stattfindet, gebe ich noch bekannt.

 

Ansonsten:  +++ spiele ich am 31.5. und 3.6. überraschenderweise am Mainfrankentheater in WÜRZBURG, wo ich bei der Produktion „BLUTHOCHZEIT“ für eine kranke Kollegin einspringe. Wer gerade in der Gegend ist, der komme!!

+++ ist am 23.6. „LUTHER – DER ANSCHLAG“- Premiere hier in Bad Hersfeld!! Es folgen etwa 23 Vorstellungen und ab dem 21.7. „HEXENJAGD“ Wiederaufnahme vom letzten Jahr.

All die Luther Vorstellungen sollen schon ausverkauft sein, Wahnsinn.

++++ am 30.7. um 11:00 werde ich im Rahmen der Festspiele auch eine LESUNG mit meinem Buch machen – im ZIRKUSZELT!

 

 

 

 

Ich bin wieder in Bad Hersfeld…

…wo ich dieses Jahr bei zwei Stücken mitspielen werde: „Luther – der Anschlag“ und „Hexenjagd“, das wiederaufgenommen wird.

Diesmal habe ich eine Wohnung direkt am Marktplatz und schaue, wenn ich vom Schreibtisch hochgucke, direkt auf ein Plakat von „Hexenjagd“, auf dem ich abgebildet bin. Gut, ich bin unscharf und im Hintergrund, und wer nicht weiß, dass ich es bin, würde mich nicht erkennen, denn es geht natürlich um den bekannten Fernsehschauspieler im Vordergrund. Aber es ist doch ein komisches Gefühl, sich selber zu sehen…

Am Wochenende war ich ein letztes Mal für „Die Verdammten“ in Wien, tränenreich haben wir voneinander Abschied genommen, die Arbeit war ein solcher Glücksfall, da hat einfach alles gepasst: das Stück, der Regisseur, das Ensemble. Ein Geschenk, bei so etwas dabei zu sein!

Für mich persönlich war aber der Morgen vor den Doppelvorstellungen (15:00 und 19:30) noch viel wichtiger, denn ich konnte mein Buch auf der Probebühne vorlesen. Muttertag, strahlendes Wetter, das Theater hat leider weitgehend vermieden, auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Aber das Radio hat ein Interview mit mir ausgestrahlt, Freunde haben gepostet, eingeladen und gemailt, es kamen Leute, die die Veranstaltung in der Kräuterdrogerie gesehen hatten und viele Mitarbeiter des Theaters, kurz: es war recht voll auf der Probebühne!

Ich war sehr berührt und habe mich so gefreut! Meine Kinder hatten mir eine schöne Karte gebastelt, die habe ich mit auf die Bühne gestellt. Und eine meiner Theatertöchter kam und hat mir einen Rosenstrauß geschenkt, auch der kam dazu.

Und ich habe von dem erzählen können, was mir so sehr auf dem Herzen liegt: von der Verbundenheit miteinander und mit der Natur, von der Notwendigkeit, ein einfaches Leben zu führen und von dem Streben nach Autonomie mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern und mit den Heilmitteln, die wir selber herstellen können.

Ich habe über die beiden Umwelt-Aktivisten Rob Greenfield und Charles Eisenstein geredet. Rob Greenfield, den ich bei zwei Veranstaltungen in München getroffen habe, fasziniert mit seiner Jugend, seinem einfachen, konsequenten Lebensstil, der seinen manchmal recht krassen Aktionen Glaubhaftigkeit und Aufmerksamkeit beschert.

Charles Eisenstein ist für mich aber der große Vordenker, Leitfaden und intellektueller und zugleich lebenspraktischer Halt in der desolaten Welt. Lange gab es kein Buch, das mich so fasziniert hat wie sein „Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich“. Er sagt darin, dass es eine neue Geschichte gibt nach der Geschichte, die wir momentan erleben, in der wir wieder im Einklang mit der Natur leben können. Keiner weiß genau, wie das gehen wird, aber alle können mitmachen! Jeder ist Gestalter und auch die kleinsten Taten sind wichtig!

Ich habe Rob Greenfield gefragt, ob er Eisenstein kennt, klar, sie wollten ich treffen, hat bislang nicht geklappt. In mir gab es so eine leise Stimme während seines Vortrags, die sagte: „Klar, er hat es leicht, Vorbild zu sein, wenn alle ihn unterstützen und ihm zuschauen, dann ist das wahrscheinlich einfacher.“  Und dann kam mir eine Idee: Wenn man beide Konzepte miteinander verbindet, den lustigen, kreativen Aktivisten und den Vordenker; der eine, der gesehen werden will und der andere, der sagt, wenn du eine Idee hast, wie dieses verbundene Leben aussehen kann, setze sie um, dann …

Dann hatte ich eine Idee, die ich sofort umsetzen musste:

Ich habe eine Plattform geschaffen, auf der jede ihre kleinen oder auch großen und wilden Ideen veröffentlichen kann und andere inspirieren, es ihr gleichzutun, damit niemand so allein mit den kleinen Dingen ist, jede kann die Plattform benutzen und wird gesehen, wenn sie es will.

Die Plattform ist bei Facebook, weil das am einfachsten war und heißt

Kraut & Üben Plattform“ Man findet sie dort unter dem Namen oder direkt unter diesem Link:

https://www.facebook.com/groups/298348093926714

Ich bin dankbar für jede kleine Geschichte, die die Verbundenheit unterstützt!!

Nach der Veranstaltung in Wien kamen viele Leute auf mich zu, der Portier sagte, er habe die ganze Zeit am Bildschirm gesessen und zugehört, genau wie die Ankleiderin mit ihren Kolleginnen in der Schneiderei. Sie kennt viele Heilpflanzenrezepte noch von ihrer Großmutter und baut ihr Gemüse selbst an. Ein Bühnenarbeiter erzählte mir, dass er immer, wenn er in den Wiener Wald geht, zwei große Tüten mitnimmt, um den Müll einzusammeln. Eine Schauspielkollegin erzählte von der Menstruationstasse, die sie im Internet bestellt hat. Für jeden Kauf wird eine weitere in Afrika verschenkt, damit ein Mädchen in die Schule gehen kann, wenn sie ihre Tage hat.

DAS sind die kleinen Geschichten, nach denen ich suche. Denn es sind genau diese Ideen, die Gedanken, die ausstrahlen und die uns alle retten werden.

Nächste Veranstaltungen:

°°° 21.5. 11:00-12:30 MUZ im ÖBZ, Englschalkingerstr.166

Lesung und Vortrag mit Begleitung auf der keltischen Harfe!!

°°°11.6. 11:00-14:00 o’pflanzt is!

Was ist der Unterschied zwischen schwarzem und grünen Tee und was lässt sich aus Himbeerblättern und Co. so alles machen? Fermentieren ist das heutige Thema.

Das Fermentieren von Blättern für einen koffeinfreien, heimischen, schwarzen Tee ist ein interessanter Prozess. Gemeinsam werden wir einen Schritt davon zubereiten.

Zum Probieren gibt es eingelegtes, fermentiertes Gemüse, eine alte Form der Konservierung. Und als Ergänzung dazu liebliches Rosenwasser, da die Rosen uns gerade mit ihrem Duft und ihrer Schönheit beschenken.

°°°30.6. Willingshausen

Das Künstlerdorf hat mich eingeladen, unter einem der wunderschönen „Vesperbäume“ im Rahmen ihrer Veranstaltung aus meinem Buch zu lesen. Wann und wo genau das stattfindet, gebe ich noch bekannt.

Ansonsten ist am 23.6. „Luther – der Anschlag“- Premiere hier in Bad Hersfeld!! Es folgen etwa 23 Vorstellungen und ab dem 21.7. „Hexenjagd“ Wiederaufnahme vom letzten Jahr.

All die Luther Vorstellungen sollen schon ausverkauft sein, Wahnsinn.

Und ich kann im Rahmen der Festspiele auch eine Lesung mit meinem Buch machen – im Zirkuszelt! Termin werde ich bekannt geben, sobald er steht….

Frühling 2017

 

Nun ist mein Buch eine Weile in der Welt und ich habe schon so viel wunderbare Reaktionen darauf erleben dürfen, DANKE!

Die Lesung im Kreativquartier zusammen mit o’pflanzt is! war wunderbar, krachend voll und super Stimmung. Sogar meine musikalische Premiere auf dem Harmonium kam gut an.

In Österreich strahlt Radio Wien ein Interview mit mir aus, ich habe in der Kräuterdrogerie gelesen und alle wollen zur zweiten Lesung im Theater in der Josefstadt in Wien wiederkommen! Das macht mich so froh!

Heute ist FRÜHLING, das muss ich erwähnen, denn der Frühling findet dies Jahr ja nur in seltenen Momenten statt…

Ich pflücke mit meiner kleinen Tochter Löwenzahnblüten und koche LÖWENZAHNHONIG daraus.

 

Und den bringe ich mit nach BUCHENEGG ins Allgäu, wo dieses Wochenende der nächste Kurs stattfindet vom 5.5.-7.5. Los geht der Kurs bei Artemisia (s.u.)

 

Es sind kurzfristig 2 Plätze frei geworden! Falls sich also noch jemand traut, in die Berge zu kommen…

Momentan scheint dort die Sonne und es ist heiß, aber vorgestern hat es geschneit.

Der Weg in den Wald, den ich mir ausgeguckt habe, ist in jedem Fall begehbar…

Zu tun gibt es mehr als genug, wenn auch die Kräuter vielleicht noch nicht alle in voller Mai-Blüte stehen, so haben wir  in jedem Fall die Baumblätter, über die es viel zu erzählen gibt. Und leckeres Essen können wir aus ihnen auch zaubern. Auf geht`s!

 

Außerdem ist heute Belthane, Tanz in den Mai, ich werde gleich zu o’pflanzt is! gehen und um das Feuer tanzen! Alles Liebe, ich hoffe, ich sehe die eine oder andere bald, Bettina

ALLGÄU:

°°°5.5. 18:30 bei Artemisia,

Hopfen 29, 88167 Stiefenhofen, einfach kommen und vorher den Kräuterhof anschauen, das Café hat bis 18:00 geöffnet. Infos unter www.artemisia.de

WIEN:

°°°14.5., 11:00 im Theater in der Josefstadt

Pflanzenwelt auf der Bühne! Für mich wird ein Traum wahr, diese beiden Welten von mir zu vereinen!! Eintritt frei, Anmeldungen unter  krautundueben@josefstadt.org

MÜNCHEN:

°°°21.5., 11:00  im ÖBZ

Im Ökologischen Bildungszentrum, Englschalkinger Str.166, im „Experimentiergarten“ wird es eine Lesung geben. Draußen im schönen „Ex-Ga“, also genau dort, wo das Buch auch hingehört. Unterstützt werde ich hier von Nike Dünnwald, die auf der keltischen Harfe spielen wird! (Bei richtig starkem Regen können wir aber in die Räume des ÖBZ umziehen): Der Eintritt ist frei, Anmeldungen auch hierfür unter krautundueben@posteo.de

Ruckhäberle und Lesungen

In Wien, wo wir die letzten Vorstellungen von den „Verdammten“ feiern, erreichte mich die Nachricht vom Tod Hans-Joachim Ruckhäberles, dem langjährigen Dramaturgen der Kammerspiele und dem Residenztheater, mit dem ich viel zusammengearbeitet habe.

Er war bei meinem Vorsprechen vor Dieter Dorn dabei, nach dem sie mich direkt nach der Schauspielschule engagiert haben und ich habe ihn auch mehrere Male als Regisseur erlebt.

Wie nahe er mir stand, habe ich aber erst letztes Jahr in Bad Hersfeld gemerkt, als wir wieder einmal zusammengearbeitet haben. Er war der Dramaturg bei der „Hexenjagd“, wo ich mitgespielt habe. Wir haben uns öfters getroffen und viel geredet. Über alte Zeiten und auch über mein Buch, auf das er sehr neugierig war. Für mich war es eine Aufarbeitung meiner gesamten Kammerspiel- und Residenztheaterzeit mit meinem Mentor; begeistert habe ich ihm zugerufen: „Du bist ja ein richtiger Mensch, mit dem ich reden kann!“ und er hat gelacht und wie befreit geantwortet: „Ja, ich bin nicht mehr in einer Leitungsfunktion…“

Ich habe ihm viel, vielleicht alles, zu verdanken und verneige mich tief.

 

Die Toten sind nicht weg, sie sind nur unsichtbar geworden.

Auf folgenden Veranstaltungen lese ich mein Buch:

MÜNCHEN:

°°°21.4., 19:30 im Haus Mucca im Kreativquartier:

Zusammen mit ‚o’pflanzt-is!‘ mache ich eine Veranstaltung im Haus Mucca im Kreativquartier, Dachauer Str.114 am Leonrodplatz. Hurra! ‚o’pflanzt-is!‘ präsentiert sich, es wird der Trailer von Mickel Rentsch, den er über den Garten gemacht hat, gezeigt, und ich lese aus meinem Buch vor. Außerdem wird es etwas zu essen geben.

Anmeldung erbeten (krautundueben@posteo.de) da beschränkte Platzkapazität, kein Eintritt, Einlass ab 19:00, hungrige Spendenbox, Buchverkauf (mit Widmung, wer will…)

Der Veranstaltungsort wird  an der Einfahrt ausgeschildert sein!

 

°°°27.4. 20:00 Lesung im Restaurant „Rotwand eins“

Im schönen, neuen Restaurant von meiner lieben (Schauspiel-)Kollegin Despina Pajanou gemütlich sitzen, lauschen und vorher oder nachher noch lecker essen, feiern… denn Ostern und die Fastenzeit sind vorbei!

„Rotwand eins“, Rotwandstr.1 in Giesing, U-Bahn Untersbergstr, Reservierungen unter www.rotwandeins.de oder 089/ 96991141, Eintritt 12 €

 

°°°21.5., 11:00  im ÖBZ

Im Ökologischen Bildungszentrum, Englschalkinger Str.166, im „Experimentiergarten“ wird es eine Lesung geben. Draußen im schönen „Ex-Ga“, also genau dort, wo das Buch auch hingehört. (Bei richtig starkem Regen können wir aber in die Räume des ÖBZ umziehen): Anmeldungen auch hierfür unter krautundueben@posteo.de

 

 

ALLGÄU:

 

°°°5.5. 18:30 bei Artemisia,

Hopfen 29, 88167 Stiefenhofen, einfach kommen und vorher den Kräuterhof anschauen, das Café hat bis 18:00 geöffnet. Infos unter www.artemisia.de

 

WIEN:

 

°°°23.4., 19:30 in der Kräuterdrogerie,

Kochgasse 34, 1080 Wien, Anmeldungen und Infos unter www.krauterdrogerie.at

 

°°°14.5., 11:00 im Theater in der Josefstadt

Josefstädter Str. 26. 1080 Wien. Auf der Probebühne kann ich aus meinem Buch lesen!Eine große Freude und eine Riesenehre!! Eintritt frei, Anmeldungen unter krautundueben@josefstadt.org

 

 

Weitere Veranstaltungen sind in Planung! Und ab Mai bin ich dann mal wieder in Bad Hersfeld… „Luther – der Anschlag“ und Wiederaufnahme von „Hexenjagd“

 

Uff! Ich freu mich riesig auf alles und danke allen, die mich so toll unterstützen!

 

Kommet, höret, staunet!