Der Sommer war sehr groß, es wird Zeit…

…über unser letztes Wochenende in Buchenegg zu schreiben, Wurzeln graben und verarbeiten. Wer meint, das geht so leicht von der Hand, der irrt. Kann ich dazu nur sagen.

…und ein wenig mehr über unser kolumbianisch-deutsches Theaterprojekt zu verraten. Meine Kollegin ist gestern schon dort angekommen und ich reise in 10 Tagen!

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Und das haben wir gemacht:
Hauhechelwurzel (zur Entsäuerung und Anregung der Nieren) und Eibischwurzel (gegen trockenen Husten) im Ofen getrocknet für Tee

Salbe aus der Beinwellwurzel (die Salbe für alle blauen Flecke)

Tinkturen aus den Wurzeln von Engelwurz (Klarheit, Stärkung des Verdauungssystems), Königskerze (bei den Nordamerikanern langen Zeit als Akut-Schmerzmittel bekannt, v.a. bei Nervenschmerzen), Alant (Husten und Erkältungskrankheiten), wilde Karde (Borreliose), Baldrian (Beruhigung, Einschlafstörungen)

Gegessen haben wir Löwenzahnwurzel und Nachtkerzenwurzel (auch Schinkenwurz genannt wegen ihrer rosa Farbe) und Kürbis und anderes Gemüse mit Feta vom Blech, Petersilienkartoffeln und, ja, wirklich, Bratäpfel. Alles vom Gelände. Lecker.

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Es wurde niemand geboren, noch nicht mal ein Schäfchen, obwohl es so aussah, als ob es jeden Moment losgehen könnte bei Fritzi, dem schwarzen Steinschaf. Aber der kleine Mann, der im Frühjahr, vor genau 5 Monaten am liebsten direkt auf dem Hof zur Welt gekommen wäre, war wieder dabei und hat sich sehr wohl gefühlt. So sah er jedenfalls aus.

Aber, wie gesagt, Wurzeln graben ist heftig und am Ende war ich es, zum Glück niemand von den Teilnehmern, die sich um neun Uhr mit Kopfschmerzen ins Bett legen musste. Viel Arbeit, das Graben, Putzen, Zerkleinern! Aber nun haben wir alle einen schönen, guten Vorrat bis zum nächsten Herbst.

Danke an euch, ihr wart wieder wunderbar!

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Und bald geht es los, nach Kolumbien! Dank des Goethe-Instituts und des Hamburger Haus der Umwelt können wir die Reise machen und recherchieren.

„Eldorado“ heißt unser Projekt. Es geht um altes Wissen, um Mythen, um das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Die Frage nach einer Weltordnung, die vielleicht mal war und nach der wir suchen, wo Mensch und Natur eine harmonische Einheit bilden.

Ausgehend von der Legende über „Eldorado“, das fabelhaften Goldland, die die Spanier (und übrigens auch viele Deutsche) dazu bewogen hat, das Land zu erobern. Die Weltordnung war noch nicht gestört, als das Gold geopfert wurde, als es ins Wasser geworfen wurde.

Eine ähnliche Geschichte haben wir hier mit unserem „Rheingold“, solange der Schatz im Wasser lag, war alles gut…

Das Gold muss im Fluss sein!

Aus solchen Geschichten bauen wir unser Stück. Und nun haben wir vor, uns in Kolumbien von den Menschen dort und ihren Geschichten beschenken zu lassen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Das Stück soll in einer Halle spielen, die voller Bäume steht… Bald mehr.

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