Cartagena

Der erste Teil unserer Reise ist schon vorbei und morgen verlassen wir die Karibik, was ich besonders schade finde, weil es hier so herrlich warm ist. Bei Temperaturen um die 30 Grad scheine ich aufzutauen, die Grenzen des Körpers verschmelzen mit der Umgebung, andere stöhnen mit hochroten Köpfen und mir geht es gut!

Leider gibt es erstmal keine Fotos von der Reise, vielleicht finde ich noch eine Möglichkeit, sie hier hochzuladen, aber im Moment kann ich nur schreiben.

Wir wohnen im „Casa Peter“ und besser hätten wir es nicht treffen können. Peter Tompkins gehörte das Haus, einem amerikanischen Autor, der genau zu unserem Thema geschrieben hat: „The Secret Life of Plants“, „Secrets of the Soil“, „The Secret Life of Nature“ sind einige seiner Bücher. Wir haben das nicht gewusst, als wir herkamen, nur gespürt, dass das Haus etwas ganz Besonderes ist.
Ein altes Haus, das seit vielen Jahrzehnten nicht renoviert wurde, es gibt kein warmes Wasser, keine Aircondition, keine Fensterscheiben. Man tritt herein und ist draußen! Riesige Bäume und andere Pflanzen stehen im Zentrum, wie stumme Tiere, die schon viel gesehen haben, mächtig und majestätisch, lebende Architektur. Alles hier ist alt, durchdacht, bewährt und liebevoll gepflegt. Kleine Becken auf jeder der verschachtelten Stockwerke, in denen man für einen kurzen Moment Erfrischung findet. Am Morgen gibt es an einem langen Tisch für jeden Gast eine Schüssel Obst, Saft und unvermeidliche Eier und am Abend wird das Haus geräuchert, um es zu reinigen.

Wir sind hier, um für unser Projekt Partner zu finden und haben hier in Cartagena zwei Tanzkompanien getroffen. Tanz ist überall in Kolumbien wichtig, aber die besten Tänzer gibt es hier an der Küste, heißt es.
Ein Stück, das wir gesehen haben, handelt von der Ausgrenzung und Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung, die es nach wie vor gibt. Obwohl hier nur 10% der Menschen weiß sind! Es war sehr fantasievoll, sehr stark und die kreative Wut hat mich beeindruckt.
Die andere Gruppe geht noch weiter, Tanz als Schule des Lebens, um Verantwortung, Selbstachtung, Respekt für sich und andere, ein politisches Bewusstsein zu trainieren. Um letztlich den Friedensprozess des Landes voranzubringen. Eine großartige Arbeit und die Freude und das Talent der Kinder zu sehen war einfach umwerfend!

Abgesehen davon hatten wir auch ein paar sehr lustige Touristen-Momente und sind z.B. mit einem kleinen Boot auf absurde Inseln geschippert, ein Höllenritt übers Meer, um dort wehrlos auf allerlei Erwachsenen-Spielzeug zu treffen, Jetski und allerlei andere „Vergnügungen“, die Spaß machen sollen und die einfach nur absurd sind.
Ab morgen Calí, „Bienal de Danza“, vamos a ver…

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