Die Birke – Kraft der Liebe

So. Heute ist der Tag. Ich veröffentliche ein Kapitel aus dem Buch, an dem ich gerade schreibe.

Ein Buch über kleine und große Pflanzen, deren Geschichten und Verwendungsmöglichkeiten. Früher und Heute.

Kein Volk war so innig mit dem Wald verbunden wie unsere Urahnen. Bäume waren Heiligtümer, sie waren Medizin, Nahrung, Baumaterial, Werkzeug, Kunstgegenstand, Wärmeerzeuger. Sie waren Partner und wurden angesprochen und gewürdigt.

Ich bin auf Reaktionen gespannt…

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Birkenknospe mit Kätzchen

Die Birke ist ein Pionierbaum, sie wächst anspruchslos an vielen Orten und vermehrt sich rasch, indem sie verschwenderisch ihre Samen vom Wind in alle Richtungen streuen lässt. Sie wächst und vergeht schnell und macht anderen Bäumen Platz. Selten wird sie über 100 Jahre alt. Ihr Holz ist nicht sehr haltbar, ihre Rinde hingegen schon, sie findet bei allen Völkern vielfache Verwendung. Sie diente als Behälter jeglicher Art: Eimer, Schuhe und sogar Kanus wurden aus ihr hergestellt.

Aus der Rinde wird außerdem der Birkenzucker Xylitol gewonnen, der ebenso süß wie Zucker ist, aber nicht nur Karies verhindert, sondern auch weniger Kalorien enthält und sogar von Diabetikern vertragen wird. Aus dem Reisig werden heute noch Besen hergestellt, die früher allerdings auch für rituelle Reinigungen genutzt wurden und mehr als nur ein Haushaltgerät waren.

Den ganzen Winter über können wir ihre Knospen essen, drei Stück jeden Tag stärken das Immunsystem und den Stoffwechsel und beugen so Erkältungskrankheiten vor. Vor allem, wenn wir dafür jeden Tag ein Stück spazieren gehen…

Unter der Rinde beginnt ab dem frühen Frühling das Wasser aufzusteigen, an warmen Tagen kann man es richtig rauschen hören, wenn man das Ohr an den Stamm legt. Schon in der Steinzeit wurden in dieser Zeit die Birken angezapft und das gewonnene Birkenwasser vergoren, das war der Stoff für wilde Feste. Es vergärt sehr rasch. Schaut euch um, ob ihr nicht eine Birke findet, die ihr anbohren dürft! Schonender für den Baum ist es, einen Kaltauszug aus ein paar Zweigen zu machen, das geht auch. (Ein paar frische, junge Zweige abschneiden und über Nacht in Wasser legen, abseihen, trinken). Oder einen etwas kräftigeren Zweig abschneiden und das austretende Wasser auffangen. Das weckt die Lebensgeister und hebt die Stimmung nach dem dunklen Winter.

Es lässt sich noch so viel mehr aus der Birke gewinnen! Den Tee aus den jungen Blättern können wir täglich ein paar Wochen lang im Frühjahr trinken, dann haben wir unserem Körper eine Reinigungskur geschenkt, die noch nicht einmal etwas kostet. Niere, Galle und Leber freuen sich, auch wenn wir die frischen Blätter essen oder mit Honig und Milch (bzw. Hafer-, Dinkel, Soyamilch) zu einer grünen Baummilch pürieren.

Spülmittel, Haarspülung, Deo, all das findet ihr dann im Buch…

Die Birke steht für Neubeginn und Reinigung, sie schenkt dem Körper und der Seele Lebenskraft, so wie sie den unbesiedelten Boden neu erschließt. Sie war der weißen Göttin geweiht und im keltischen Baumalphabet war sie der erste Buchstabe.

Und sie ist der elegante Baum, der für die stärkste Kraft überhaupt steht: die Kraft der Liebe. Geht raus, bleibt bei ihr stehen, schaut sie euch an, pflückt ein paar Knospen und esst sie. Dankt. Das hilft.  Stärkt. Macht Spaß.

°°° So ähnlich wird es m Buch stehen.

°°°Der neue Newsletter folgt bald.

°°° 13.3. bei O’Pflanzt Gemmotherapie

°°° Kräuterwanderung und 9 Kräutersuppe – Termin im März oder April… folgt…

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht in: Birke

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