Rezepte, weil sonst nix los ist

 

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich bin immer noch in einem sonderbaren Pause-Modus. Energetisch ganz tief unten. Habe keine Termine, verschiebe alles ständig auf nächste Tage und denke, ach so richtig fängt das Jahr ja auch erst an Maria Lichtmess an…

Immerhin, ein neuer Buchvertrag kündigt sich an, darüber freue ich mich sehr.

Was ich im Moment aber gerne mache, ist Kochen und Fermentieren. Und weil ich auf dem Markt und bei verpackungsfreien Supermärkten einkaufe, zeige ich euch als erstes den Müll, der dabei angefallen ist. Meist bleibt er nicht lange liegen, denn der Hund frisst auch gern Fermentiertes und ich denke, dass er deswegen trotz seiner 16 Jahre so fit ist. 

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Dies hier habe ich für einen Brunch gemacht, war sehr lecker. Mengenangabe nach Bedarf und Geschmack, damit es spannend bleibt…

Champignons mit Spitzkohl, Zwiebeln, Rosmarin: Pilze waschen, vierteln, zusammen mit dem Gemüse und dem Rosmarin in Öl anbraten, mit Sojasoße abschmecken und mindestens noch eine halbe Stunde vor sich hin köcheln lassen.

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Rotkohlsalat mit Roter Bete, gehackten Nüssen und Granatapfel: Rotkohl in feine Streifen schneiden, mit Salz vermischen und mit einem Teller bedecken, etwas Schweres draufstellen, damit der Kohl gepresst wird. So wird er bekömmlicher und weicher. Währenddessen die Rote Bete raspeln, Sonnenblumenkerne, Nüsse oder Mandeln hacken, in einer Pfanne ohne Fett anbräunen und den Granatapfel pulen. Die Salatsoße außer Essig und Öl gern mit etwas Quittengelee, Orangensaft oder Himbeeressig, mindestens aber mit Zucker oder Honig abschmecken. Mit dem Gemüse mischen, obendrauf mit Granatapfel und Nüssen dekorieren.

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Und dann habe ich wieder fermentiert. Ich habe mir angewöhnt, mehrmals am Tag eine kleine Portion fermentiertes Gemüse zu essen. Weil es so guttut. Auf der Oberfläche von unbehandeltem Gemüse befinden sich Milchsäurebakterien. Und auf die ist unser Verdauungssystem scharf, denn die Milchsäurebakterien kleiden sozusagen die Wände aus und sorgen dafür, dass nicht nur unsere Verdauung, sondern auch unser Immunsystem funktioniert. Außerdem verhindern sie, dass die Darmwand durchlässig wird und Eiweißstoffe durchsickern können, was u.a. zu Allergien führen kann. Und und und. Das Ding ist nun aber, dass die Milchsäurebakterien ausgeschieden werden, d.h. wir müssen immer wieder von oben nachfüllen.

Hier meine aktuellen Favoriten:

Fermentos

Kimchi (koreanisches Nationalgericht) in meiner Version: Chinakohl in Streifen schneiden, mit Salz fest in ein großes Marmeladenglas drücken, so dass ordentlich Wasser austritt. Ich nehme dazu gern eine kleine Glasflasche, man kann auch einen Holzstößel nehmen. Nach Geschmack kleingeschnittene Peperonis, Ingwer und Knoblauch dazugeben, vermischen. Etwas Apfelessig ebenfalls untermischen. Mindestens einen Tag offen in der Küche stehen lassen, Deckel locker drauflegen. Nach 3-6 Tagen essfertig. Hält sich im Kühlschrank lange, wenn man das Gemüse immer runterdrückt. Es sollte immer mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Nie in großen Mengen essen, aber zu jedem Essen ein wenig dazu.

Und weil ich immer noch so viel Rotkohl hatte: Zu gleichen Teilen Rotkohl und Chinakohl in Streifen schneiden, mit Salz ins Glas geben, drücken, s.o. Hierfür habe ich eine Essigsoße gemacht mit Honig und grobkörnigem Senf.

Abgedeckt habe ich die beiden mit einem Chinakohlblatt, das ich am Ende meist nicht mitesse. Wenn das Glas leer ist, muss man die Soße nicht wegwerfen, einfach wieder mit neuem Gemüse auffüllen. Viel Spaß und guten Appetit!

Demnächst gibt dann auch wieder neue Kurs und frische Ideen.

Aber, wie gesagt, ich hoffe auf den 2.2., Maria Lichtmess. Und geh jetzt schlafen. Mal wieder. Denn morgen ist auch noch ein Tag.

 

 

 

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