Augentrost und Herbstkurse

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Augentrost

Was für ein schöner Name und was für eine wirklich niedliche kleine Blume! Sie schaut einen fröhlich an, Euphrasia officinalis, das klingt so euphorisch, so froh. Die Bauern fürchten sie, sie gilt als „Heu- oder Milchdieb“ und tatsächlich raubt sie den anderen Wiesenpflanzen die Nährstoffe. Ein Halbschmarotzer, sie saugt die Wurzeln der anderen Pflanzen an! Sie sorgt so dafür, dass das Gras nicht so hoch wächst und sie genügend Licht bekommt. Immer wieder faszinierend, die Intelligenz der Pflanzen…

Ich liebe sie sehr, ich habe Probleme mit meinen Augen und setze sie gern ein, wenn die Augen angestrengt sind, wenn sie gereizt sind oder sogar bei Bindehautentzündungen.

Der Augentrost-Wein soll Fehlsichtigkeit beheben, in Frankreich heißt sie wegen ihrer großen Heilwirkung auf die Augen Casse-lunette, also Brillenbrecher. Eye-bright in England und Luminella, Licht für die Augen, in Italien. Am Abend ein Likörgläschen voll trinken, das entspannt und gibt den Augen zurück, was sie am Tag an Kraft verloren haben.

Auch als Tee, Tinktur oder Spülung kann man ihn einsetzen. Bei Gerstenkorn eine Auflage mit Augentrost-getränktem Lappen tut gut!

Aber Vorsicht, in alten Kräuterbüchern heißt es: „Deine Feuerblicke rauben meinem Herzen jede Ruhe.“ Sie sorgt gut für sich, sie sieht entzückend und harmlos aus und kann doch das große Gras in die Knie zwingen – es gewinnen nicht immer die Stärkeren. Früher sprach man Zaubersprüche voller Respekt, wenn man sie pflückte.

Ich habe letzte Woche noch eine Wiese voller Augentrost entdeckt und eine Tinktur angesetzt. Es gibt sie noch, schnell raus! Sie wächst in den Bergen…

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Vogelbeeren

Es gibt noch ein paar Plätze in den nächsten Kursen!!

ÖBZ: 26.9. 11:00-13:30: Die wilde Karde und andere Wurzeltinkturen

Wir wollen uns mit Tinkturen, deren Herstellung und Wirkungsweise beschäftigen und eine Wilde Karde-Tinktur zubereiten. Sie wird eingesetzt zur Unterstützung des Immunsystems und ist bekannt geworden als Mittel gegen Borreliose.

Ich bringe andere Tinkturen mit zur Demonstration und ein Vogelbeerkompott…

Kosten: 15€

 

O’Pflanzt is: 27. 9. 11:00-14:00 Birnenbärwurzhonig

Die Birnen sind reif und rechtzeitig vor der Winterzeit wollen wir unser Verdauungsystem stärken mit dem Birnenbärwurzhonig, dem „Hildegard-Gold“, das wir gemeinsam zubereiten.

Kubebenfrüchte sorgen für einen „aktiven Geist“ und Galgantkekse für eine gute Durchblutung, vor allem der kleinen Gefäße. Beides werde ich mitbringen.

Heute soll es um verschiedene Frauenkräuter gehen und die Anwendung von der Yamswurzel. Und zum Ausgleich (für die Männer) auch um den Michaelitag (29.9.).

Mitglieder: 11€, Nichtmitglieder: 14€

Ebenfalls O’Pflanzt is: 11. Oktober 11:-14:00 Kardentinktur

Da es so viele Karden auf dem Gelände gibt und auch der Bedarf an der Tinktur groß ist, werden wir auch dieses Jahr eine Tinktur herstellen. Und weil wir dann schon dabei sind, bringe ich Weißdornfrüchte mit und wir setzen auch diese Tinktur an, zur Stärkung des Herzens … aber auch gegen Augenringe! Weitere Wurzelmittel, über die ich sprechen will: Engelwurz, Baldrian, Blutwurz.

Es ist Quittenzeit und damit Zeit für die Quittenkur. Davon werde ich ein paar Kostproben mitbringen.

Mitglieder: 12€, Nichtmitglieder: 15€

Buchenegg: 16.-18.10. „Wurzeln und Weltenhaus“

Es ist Herbst! Zeit, sich gemütlich um den Ofen in Buchenegg zu versammeln, die ersten Bratäpfel wird es geben, Kürbisgerichte etc. Nach dem 23.9. erntet man nicht mehr die oberirdischen Teile der Pflanzen. Wir wollen Wurzeln ausgraben und verarbeiten: u.a. Baldrian, Wilde Karde, Beinwell Löwenzahn, Engelwurz. Daraus lassen sich Salben und Tinkturen zubereiten und am Sonntag schauen wir uns das unfassbar schöne Weltenhaus in Stiefenhofen an!

Anreise Freitag Abend, Kursende im Weltenhaus in Stiefenhofen am Sonntag Mittag.

Kosten inkl. Übernachtung, Essen und Material: 125€

Anmeldungen und Informationen unter krautundueben@posteo.de