Weiter gehts

Jetzt ist der Blog ein paar Tage im Netz, danke für all die motivierenden Reaktionen! Das ist toll!

Heute nach all den langen Stunden am Computer erstmal:OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Kurs gestern war sehr schön, wenn auch die Hälfte der Teilnehmer im Schnee steckengeblieben ist. Basisharzsalbe haben wir gekocht, die Salbe „für alles Rote“, riecht super durch das Harz. Sie wirkt u.a. als Zugsalbe, desinfiziert, pflegt, beruhigt, man gibt sie auf Insektenstiche, Pickel, kleine Schürfwunden, und vor allem jetzt im Winter: raue Lippen. Einzige Bedingung: die Haut sollte geschlossen sein! Ich habe sie immer in der Handtasche, man kann entzündete Knie damit heilen und zur Not auch ein verrostetes Fahrradschloss wieder flott kriegen. Alles schon vorgekommen. Ehrlich.

Es gab die Energiekekse nach einem Hildegard von Bingen-Rezept. Ein Universalmittel für die Nerven, sie stärken „alle fünf Sinnesorgane und verhindern ihre Alterung“. Am Abend gegessen entsäuern sie und lassen einen gut schlafen. Auch gut für die Konzentration von Schulkindern. Täglich 3-5 Kekse essen, Kinder weniger, weil soviel Muskatnuss drin ist. Schmecken ein bisschen nach Weihnachten, mag man jetzt grad vielleicht nicht mehr so gern, aber kann man das ganze Jahr über auf jeden Fall gebrauchen.

Und so sah es aus in meiner Praxis:

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOkay, es gab auch noch Dinkelgrissinis, Eberwurz-Dip, Mandeln und Hildegard-Herzwein. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Auf ein paar Reaktionen zum Blog wollte ich hier noch eingehen:

Supercool fand ich: „Mir gefällt dein Block:“ Hab ich kurz überlegt, ob ich ihn umbenennen soll…

„Warum?!“ Weil ich vor ungefähr einem Jahr  auf diesen Satz gestoßen bin. „Am meisten bedauert man am Ende des Lebens die Dinge, die man nicht gemacht hat.“ Pause. Das war dann für mich das Ende manch quälender Überlegungen. Und der Beginn von vielerlei Aktionen.

Und: „Nach welcher Methode behandelst du?“ Also: am liebsten würde ich schreiben „Nach meiner“. Aber gut. Gelernt habe ich Phytotherapie, also Pflanzenheilkunde, Traditionelle europäische Naturheilkunde, alte Rezepte, alte Behandlungsmethoden. Und ich wende die Antlitzdiagnose an, das bedeutet, dass man im Gesicht erkennen kann, welche Krankheiten sich im Körper und in der Psyche abspielen. Das ergänzt sich übrigens prächtig mit der Erfahrung als Schauspielerin. Da lernt man u.a., sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Ich habe Ausbildungen gemacht in Homöopathie, Dorn-Breuß-Massage, Cranio-Sacraltherapie, Dunkelfeld, Schröpfkopfmassage, Irisdiagnose.

Und so läuft das ab: Ich mache die Anamnese, lese mir auch gern Befunde durch, schaue meinen Patienten ins Gesicht und untersuche den Körper. Ich mache am Anfang 3 Termine aus, einen zur Anamnese, kurze Zeit später für die Auswertung und den Therapieansatz und einen dritten im Abstand von ein paar Wochen, um ihn zu überprüfen und zu ggf. zu ergänzen.

Ja. Manche Patienten bekommen dann Aufgaben, z.B. schicke ich sie in fließende Gewässer, damit die Strukturen wieder in Bewegung kommen, manche bekommen Übungen gezeigt und manche auch Arzmeimittel. Am besten selbst gesammelte und selbst hergestellte. Denn immer geht es mir darum, Anreize zu setzen, sich selbst zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.

Denn schließlich: „Gesundheit gibt es nicht im Handel, sondern nur durch Lebenswandel.“

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„Energiekekse? Gibt’s die auch als App?“

Energiekekse

Mein Leben ist bunt, manchmal zu bunt. Ich bewege mich zwischen drei Welten: zum einen manage ich meine Familie, habe mindestens ein Bein in der Schauspielerei und verschwinde immer tiefer in der Pflanzenwelt. Phytotherapie, alte Rezepte und neue Anwendungen, hart an der Grenze zur Esoterik. Esoterik bedeutete mal „nur einem begrenzten, inneren Personenkreis zugänglich“, insofern hat das, wovon ich hier berichten will, tatsächlich viel Esoterisches. Allerdings will ich dazu beitragen, dass es eben nicht so bleibt. Also nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich.

Denn Tatsache ist, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich trauen, Pflanzen in ihrem täglichen Leben etwas anderes als einen dekorativen Nutzen zuzuschreiben. Okay, wir kaufen und essen Gemüse, in der Regel das, was der Markt uns hübsch verpackt offeriert. Aber wer geht schon hin und buddelt mal einen schönen Löwenzahn aus und schnibbelt ihn in die Pfanne? – Eben!

Wer sammelt im Spätsommer Brennnesselsamen, um im Winter sein Immunsystem zu stärken, anstatt sich eine Grippeimpfung verpassen zu lassen. (und was bedeutet das eigentlich genau, Immunsystem?)…

Brennnessel 2

Und wozu sind die eigentlich gut, Löwenzahn und Brennnessel? Mein Onkel spritzt die alle mit furchtbarem Gift weg, denn er will den Rasen grün und die Rosen rot, dafür gibt er ihnen auch noch Dünger. Er hat ein hartes Herz, im wahrsten Sinne des Wortes, einen Herzinfarkt und 4 Bypässe. Er weiß auch nicht wirklich, warum. Über mich und meinen verwilderten Garten lacht er nur und schüttelt den Kopf. „Hast du keine Angst vor dem vielen Klee in deiner Wiese? Da kommen doch die Bienen!!“ Jaaa, eben – es ist gar nicht so schwer, Zusammenhänge zu verstehen. Nicht dass er jemals barfuß seinen Rasen betreten würde, aber der Klee hat bei ihm nichts zu suchen, den vernichtet er. Sicherheitshalber.  Alles im Leben hat seinen Preis, und was uns passiert, ist vielleicht mehr Folge unserer einzelnen Entscheidungen, als uns lieb ist.

Das sind die Punkte in unserem Leben, an denen wir eigentlich ein wenig die Verantwortung abgegeben haben. An Experten, die unsere Werte messen und uns sagen, welche rosa oder lila Pillen wir schlucken sollen.

Gleichzeitig lassen wir uns Angst einjagen und wollen das Optimale: und das hat dann wirklich etwas miteinander zu tun: der grüne Rasen, die Grippeimpfung und diese Apps, die die täglichen Schritte zählen!

Dafür ist jemand zuständig. Und der verdient daran.

…nicht, dass ich per se die Schulmedizin ablehne, ich gehe selber hin und hole mir eine Meinung ein und ich habe es immer gern, wenn die Leute, die zu mir kommen, vorher beim Arzt waren und mein Ehrgeiz ist geweckt, wenn es heißt, „damit müssen Sie leben“ oder, „nehmen Sie mal Kortison“, ich mag es, wenn jemand bereit ist, sein Schicksal nicht hin-, sondern in die Hand zu nehmen und sich auf die Suche zu machen nach dem Grund. Manchmal ist der Weg dann sehr beschwerlich, manchmal muss man viel ausprobieren, deswegen ist die alternative Medizin so angreifbar, es gibt so viele Ansätze, es kann einfach dauern, bis man einen Schlüssel gefunden hat!

Die Energiekekse gibt es übrigens wirklich (und nicht als app) und sie tun unglaublich gut. Ein uraltes Rezept von Hildegard von Bingen. Im nächsten Eintrag gibt es das Rezept…