Neubeginn

Endlich, endlich ist es Frühling geworden, heute war der erste Tag, an dem ich draußen lesen konnte. „Das Beste am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man es gar nicht mehr aushält.“, hat mir meine Tochter vorgelesen.

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Der Blog ist ein wenig vernachlässigt worden, er war noch in Winterstarre. Ich hatte aber auch vieles Andere zu tun…

Denn der Umzug ist in vollem Gange. Am 1. Mai ist die Schlüsselübergabe und ein neuer Lebensabschnitt beginnt für mich. In einer kleinen Gemeinschaft in Nordhessen. Im Blog habe ich noch nicht viel darüber geschrieben, aber nun rückt der Termin immer näher und es gäbe so viel zu erzählen! Eine Website wird gerade gebastelt.

Wir haben in vielen Möbelscheunen alte Möbel gefunden, denn es gibt dort viele Zimmer. Dabei haben die Möbel meistens uns gefunden, so kam es uns vor. Einige schauten uns an, als wollten sie sagen: „Wir stehen schon so lange hier, nehmt mich mit. Etwas Besseres als den Tod finden wir überall!“. Das Motto der Bremer Stadtmusikanten passt in vielerlei Hinsicht, denn wo wir hingehen heißt die Gegend „Rotkäppchenland“. Die Gebrüder Grimm sind dort gewandert und haben ihre Geschichten eingesammelt. Weltkulturerbe, universal, kennt jedes Kind. Die Gegend atmet auch heute noch Geschichten. Unsere ist eine kleine weitere:

Ein Wasserschloss, ein kleines Hotel, Seminarräume, eine Kräutergärtnerei, etwas Land. Die Konzession, Trauungen abhalten zu dürfen. Endlos viele Ideen. Ein Traum.

Wir haben schon den Boden gefräst, ein paar Apfelbäume gepflanzt, Stecklinge für den Kräuteranbau bestellt. An einem Seminarprogramm für das nächste Jahr werden wir im Herbst arbeiten, wenn wir einigermaßen angekommen sind. Und dann wünschen wir uns viele Gäste! Das Gelände liegt südlich von Kassel, mitten in Deutschland, man kann von überall schnell herkommen! Meine Münchner Teilnehmer hole ich in Fulda ab, das habe ich schon versprochen. Nach Fulda dauert es mit dem Zug manchmal nur 2,5 Stunden!

Ich kann dort wohnen, wenn ich im Sommer wieder in Bad Hersfeld spiele, „Shakespeare in Love“ heißt das Stück und ich freue mich, endlich einmal etwas zu spielen, vor dem sich meine jüngste Tochter nicht zu fürchten braucht.

Dennoch werde ich in München weiterhin Workshops geben!

Im Februar und März waren die ersten Workshops im „Grünstreifen“, dem Gemeinschaftsgarten in Oberföhring und bei OHNE, dem verpackungsfreien Supermarkt in der Schellingstraße. Den vielen Beteiligten herzlichen Dank! Ich habe mich über so viele neue Gesichter gefreut, das hat mir gut getan nach dem Aus von O’Pflanzt, worüber ich den ganzen Winter sehr traurig war. Und heute noch vermisse ich das Gelände so sehr! Oft streife ich im Traum über das Gelände, gehe über die kleinen Hügel hinter zum Unterstand, wo ich meistens die Kurse abhalten konnte. Ich war immer sehr früh da und habe die Ruhe genossen mitten in der Stadt, habe die Tische aufgebaut, meine Sachen verteilt und war dankbar. Dem Gelände verdanke ich so viel. Ich habe mich dort wiedergefunden, eine neue Bettina, verbunden mit der Natur. Und dieser Neubeginn trägt immer mehr Früchte!

 

Die nächsten Kurse in München sind am:

°°° 6.Mai 11:00-15:00 im GRÜNSTREIFEN: Adresse: Oberföhringer Str. 156 81925 München Bushaltestelle: Bürgerpark Oberföhring (Nr: 187 / 188 / 189) http://www.gruenstreifen-muc.de

 

Darauf freue ich mich schon sehr! Wir wollen eine Kräuterwanderung in den Englischen Garten machen, jeder kann sich einen „Handstrauß“ der Pflanzen pflücken und wir werden aus ihnen etwas Leckeres zubereiten, wenn wir wieder am Grünstreifen zurückgekehrt sind. Kräuterquark, Dip, Tee etc.

Ich erkläre die Kräuter und ihre Wirkung für unsere Gesundheit.

Wir probieren unsere Nahrungsmittel und ich bringe eine 9-Kräutersuppe mit, die rituelle Speise im Frühjahr, die die Lebensgeister weckt.

Kosten: 25 € inklusive aller Kostproben und Material,

Anmeldung an krautundueben@posteo.de

 

°°°1. Juni bei OHNE, 19:30-22:00 Drinnen! Und am Abend! Weil`s beim ersten Mal so schön war…

Adresse: OHNE der verpackungsfreie Supermarkt

Schellingstr. 42 · 80799 München  U-Bahn Universität

http://www.ohne-laden.de

 

Diesmal stehen die Bäume immer noch im Zentrum, aber mehr und mehr kommen auch die Kräuter und Blüten zum Vorschein…Zum Probieren gibt es ein Erlenpesto und einen Dip aus Lindenblättern: Wer hätte gedacht, dass man so etwas Leckeres herstellen kann aus Blättern, die überall wachsen?                       

Und wir reden über Baumnahrung, denn Bäume waren für unsere Vorfahren überlebenswichtig. Sie waren Bau- und Heizmaterial, Werkzeug, Medizin, Nahrung und Futter. Mehr noch, sie waren Partner und wurden verehrt. Es gab keine Hungersnöte, als die Menschen noch im Wald gelebt haben! Viel von dem alten Wissen ist verlorengegangen, einiges können wir wiederentdecken und sogar Neues erfahren.

Was können wir essen? Und wie können wir mithilfe der Bäume heilen?

Passend zum Frühsommer stelle ich außerdem die Vielfalt der Johanniskräuter vor, zu denen u.a. die Ringelblume (Calendula) gehört, denn zum Johannistag (23.6., Sommersonnenwende) dauert es nicht mehr lang.

Wir kochen zusammen die Calendulasalbe, ein hilfreiches Wundheilmittel, das in keinem Haushalt fehlen sollte!  (Falls es davon noch nicht genug zu finden ist, denn dieses Jahr ist bislang alles etwas später gekommen, stellen wir etwas aus dem Löwenzahn oder dem Gänseblümchen her)

Kosten: 25€ inklusive aller Materialien und Kostproben,

Anmeldungen (bitte zeitig und verbindlich, damit wir nicht wieder so vielen absagen müssen!) an krautundueben@posteo.de oder info@ohne-laden.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Frühling 2017

 

Nun ist mein Buch eine Weile in der Welt und ich habe schon so viel wunderbare Reaktionen darauf erleben dürfen, DANKE!

Die Lesung im Kreativquartier zusammen mit o’pflanzt is! war wunderbar, krachend voll und super Stimmung. Sogar meine musikalische Premiere auf dem Harmonium kam gut an.

In Österreich strahlt Radio Wien ein Interview mit mir aus, ich habe in der Kräuterdrogerie gelesen und alle wollen zur zweiten Lesung im Theater in der Josefstadt in Wien wiederkommen! Das macht mich so froh!

Heute ist FRÜHLING, das muss ich erwähnen, denn der Frühling findet dies Jahr ja nur in seltenen Momenten statt…

Ich pflücke mit meiner kleinen Tochter Löwenzahnblüten und koche LÖWENZAHNHONIG daraus.

 

Und den bringe ich mit nach BUCHENEGG ins Allgäu, wo dieses Wochenende der nächste Kurs stattfindet vom 5.5.-7.5. Los geht der Kurs bei Artemisia (s.u.)

 

Es sind kurzfristig 2 Plätze frei geworden! Falls sich also noch jemand traut, in die Berge zu kommen…

Momentan scheint dort die Sonne und es ist heiß, aber vorgestern hat es geschneit.

Der Weg in den Wald, den ich mir ausgeguckt habe, ist in jedem Fall begehbar…

Zu tun gibt es mehr als genug, wenn auch die Kräuter vielleicht noch nicht alle in voller Mai-Blüte stehen, so haben wir  in jedem Fall die Baumblätter, über die es viel zu erzählen gibt. Und leckeres Essen können wir aus ihnen auch zaubern. Auf geht`s!

 

Außerdem ist heute Belthane, Tanz in den Mai, ich werde gleich zu o’pflanzt is! gehen und um das Feuer tanzen! Alles Liebe, ich hoffe, ich sehe die eine oder andere bald, Bettina

ALLGÄU:

°°°5.5. 18:30 bei Artemisia,

Hopfen 29, 88167 Stiefenhofen, einfach kommen und vorher den Kräuterhof anschauen, das Café hat bis 18:00 geöffnet. Infos unter www.artemisia.de

WIEN:

°°°14.5., 11:00 im Theater in der Josefstadt

Pflanzenwelt auf der Bühne! Für mich wird ein Traum wahr, diese beiden Welten von mir zu vereinen!! Eintritt frei, Anmeldungen unter  krautundueben@josefstadt.org

MÜNCHEN:

°°°21.5., 11:00  im ÖBZ

Im Ökologischen Bildungszentrum, Englschalkinger Str.166, im „Experimentiergarten“ wird es eine Lesung geben. Draußen im schönen „Ex-Ga“, also genau dort, wo das Buch auch hingehört. Unterstützt werde ich hier von Nike Dünnwald, die auf der keltischen Harfe spielen wird! (Bei richtig starkem Regen können wir aber in die Räume des ÖBZ umziehen): Der Eintritt ist frei, Anmeldungen auch hierfür unter krautundueben@posteo.de

„Energiekekse? Gibt’s die auch als App?“

Energiekekse

Mein Leben ist bunt, manchmal zu bunt. Ich bewege mich zwischen drei Welten: zum einen manage ich meine Familie, habe mindestens ein Bein in der Schauspielerei und verschwinde immer tiefer in der Pflanzenwelt. Phytotherapie, alte Rezepte und neue Anwendungen, hart an der Grenze zur Esoterik. Esoterik bedeutete mal „nur einem begrenzten, inneren Personenkreis zugänglich“, insofern hat das, wovon ich hier berichten will, tatsächlich viel Esoterisches. Allerdings will ich dazu beitragen, dass es eben nicht so bleibt. Also nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich.

Denn Tatsache ist, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich trauen, Pflanzen in ihrem täglichen Leben etwas anderes als einen dekorativen Nutzen zuzuschreiben. Okay, wir kaufen und essen Gemüse, in der Regel das, was der Markt uns hübsch verpackt offeriert. Aber wer geht schon hin und buddelt mal einen schönen Löwenzahn aus und schnibbelt ihn in die Pfanne? – Eben!

Wer sammelt im Spätsommer Brennnesselsamen, um im Winter sein Immunsystem zu stärken, anstatt sich eine Grippeimpfung verpassen zu lassen. (und was bedeutet das eigentlich genau, Immunsystem?)…

Brennnessel 2

Und wozu sind die eigentlich gut, Löwenzahn und Brennnessel? Mein Onkel spritzt die alle mit furchtbarem Gift weg, denn er will den Rasen grün und die Rosen rot, dafür gibt er ihnen auch noch Dünger. Er hat ein hartes Herz, im wahrsten Sinne des Wortes, einen Herzinfarkt und 4 Bypässe. Er weiß auch nicht wirklich, warum. Über mich und meinen verwilderten Garten lacht er nur und schüttelt den Kopf. „Hast du keine Angst vor dem vielen Klee in deiner Wiese? Da kommen doch die Bienen!!“ Jaaa, eben – es ist gar nicht so schwer, Zusammenhänge zu verstehen. Nicht dass er jemals barfuß seinen Rasen betreten würde, aber der Klee hat bei ihm nichts zu suchen, den vernichtet er. Sicherheitshalber.  Alles im Leben hat seinen Preis, und was uns passiert, ist vielleicht mehr Folge unserer einzelnen Entscheidungen, als uns lieb ist.

Das sind die Punkte in unserem Leben, an denen wir eigentlich ein wenig die Verantwortung abgegeben haben. An Experten, die unsere Werte messen und uns sagen, welche rosa oder lila Pillen wir schlucken sollen.

Gleichzeitig lassen wir uns Angst einjagen und wollen das Optimale: und das hat dann wirklich etwas miteinander zu tun: der grüne Rasen, die Grippeimpfung und diese Apps, die die täglichen Schritte zählen!

Dafür ist jemand zuständig. Und der verdient daran.

…nicht, dass ich per se die Schulmedizin ablehne, ich gehe selber hin und hole mir eine Meinung ein und ich habe es immer gern, wenn die Leute, die zu mir kommen, vorher beim Arzt waren und mein Ehrgeiz ist geweckt, wenn es heißt, „damit müssen Sie leben“ oder, „nehmen Sie mal Kortison“, ich mag es, wenn jemand bereit ist, sein Schicksal nicht hin-, sondern in die Hand zu nehmen und sich auf die Suche zu machen nach dem Grund. Manchmal ist der Weg dann sehr beschwerlich, manchmal muss man viel ausprobieren, deswegen ist die alternative Medizin so angreifbar, es gibt so viele Ansätze, es kann einfach dauern, bis man einen Schlüssel gefunden hat!

Die Energiekekse gibt es übrigens wirklich (und nicht als app) und sie tun unglaublich gut. Ein uraltes Rezept von Hildegard von Bingen. Im nächsten Eintrag gibt es das Rezept…