Ich bin wieder in Bad Hersfeld…

…wo ich dieses Jahr bei zwei Stücken mitspielen werde: „Luther – der Anschlag“ und „Hexenjagd“, das wiederaufgenommen wird.

Diesmal habe ich eine Wohnung direkt am Marktplatz und schaue, wenn ich vom Schreibtisch hochgucke, direkt auf ein Plakat von „Hexenjagd“, auf dem ich abgebildet bin. Gut, ich bin unscharf und im Hintergrund, und wer nicht weiß, dass ich es bin, würde mich nicht erkennen, denn es geht natürlich um den bekannten Fernsehschauspieler im Vordergrund. Aber es ist doch ein komisches Gefühl, sich selber zu sehen…

Am Wochenende war ich ein letztes Mal für „Die Verdammten“ in Wien, tränenreich haben wir voneinander Abschied genommen, die Arbeit war ein solcher Glücksfall, da hat einfach alles gepasst: das Stück, der Regisseur, das Ensemble. Ein Geschenk, bei so etwas dabei zu sein!

Für mich persönlich war aber der Morgen vor den Doppelvorstellungen (15:00 und 19:30) noch viel wichtiger, denn ich konnte mein Buch auf der Probebühne vorlesen. Muttertag, strahlendes Wetter, das Theater hat leider weitgehend vermieden, auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Aber das Radio hat ein Interview mit mir ausgestrahlt, Freunde haben gepostet, eingeladen und gemailt, es kamen Leute, die die Veranstaltung in der Kräuterdrogerie gesehen hatten und viele Mitarbeiter des Theaters, kurz: es war recht voll auf der Probebühne!

Ich war sehr berührt und habe mich so gefreut! Meine Kinder hatten mir eine schöne Karte gebastelt, die habe ich mit auf die Bühne gestellt. Und eine meiner Theatertöchter kam und hat mir einen Rosenstrauß geschenkt, auch der kam dazu.

Und ich habe von dem erzählen können, was mir so sehr auf dem Herzen liegt: von der Verbundenheit miteinander und mit der Natur, von der Notwendigkeit, ein einfaches Leben zu führen und von dem Streben nach Autonomie mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern und mit den Heilmitteln, die wir selber herstellen können.

Ich habe über die beiden Umwelt-Aktivisten Rob Greenfield und Charles Eisenstein geredet. Rob Greenfield, den ich bei zwei Veranstaltungen in München getroffen habe, fasziniert mit seiner Jugend, seinem einfachen, konsequenten Lebensstil, der seinen manchmal recht krassen Aktionen Glaubhaftigkeit und Aufmerksamkeit beschert.

Charles Eisenstein ist für mich aber der große Vordenker, Leitfaden und intellektueller und zugleich lebenspraktischer Halt in der desolaten Welt. Lange gab es kein Buch, das mich so fasziniert hat wie sein „Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich“. Er sagt darin, dass es eine neue Geschichte gibt nach der Geschichte, die wir momentan erleben, in der wir wieder im Einklang mit der Natur leben können. Keiner weiß genau, wie das gehen wird, aber alle können mitmachen! Jeder ist Gestalter und auch die kleinsten Taten sind wichtig!

Ich habe Rob Greenfield gefragt, ob er Eisenstein kennt, klar, sie wollten ich treffen, hat bislang nicht geklappt. In mir gab es so eine leise Stimme während seines Vortrags, die sagte: „Klar, er hat es leicht, Vorbild zu sein, wenn alle ihn unterstützen und ihm zuschauen, dann ist das wahrscheinlich einfacher.“  Und dann kam mir eine Idee: Wenn man beide Konzepte miteinander verbindet, den lustigen, kreativen Aktivisten und den Vordenker; der eine, der gesehen werden will und der andere, der sagt, wenn du eine Idee hast, wie dieses verbundene Leben aussehen kann, setze sie um, dann …

Dann hatte ich eine Idee, die ich sofort umsetzen musste:

Ich habe eine Plattform geschaffen, auf der jede ihre kleinen oder auch großen und wilden Ideen veröffentlichen kann und andere inspirieren, es ihr gleichzutun, damit niemand so allein mit den kleinen Dingen ist, jede kann die Plattform benutzen und wird gesehen, wenn sie es will.

Die Plattform ist bei Facebook, weil das am einfachsten war und heißt

Kraut & Üben Plattform“ Man findet sie dort unter dem Namen oder direkt unter diesem Link:

https://www.facebook.com/groups/298348093926714

Ich bin dankbar für jede kleine Geschichte, die die Verbundenheit unterstützt!!

Nach der Veranstaltung in Wien kamen viele Leute auf mich zu, der Portier sagte, er habe die ganze Zeit am Bildschirm gesessen und zugehört, genau wie die Ankleiderin mit ihren Kolleginnen in der Schneiderei. Sie kennt viele Heilpflanzenrezepte noch von ihrer Großmutter und baut ihr Gemüse selbst an. Ein Bühnenarbeiter erzählte mir, dass er immer, wenn er in den Wiener Wald geht, zwei große Tüten mitnimmt, um den Müll einzusammeln. Eine Schauspielkollegin erzählte von der Menstruationstasse, die sie im Internet bestellt hat. Für jeden Kauf wird eine weitere in Afrika verschenkt, damit ein Mädchen in die Schule gehen kann, wenn sie ihre Tage hat.

DAS sind die kleinen Geschichten, nach denen ich suche. Denn es sind genau diese Ideen, die Gedanken, die ausstrahlen und die uns alle retten werden.

Nächste Veranstaltungen:

°°° 21.5. 11:00-12:30 MUZ im ÖBZ, Englschalkingerstr.166

Lesung und Vortrag mit Begleitung auf der keltischen Harfe!!

°°°11.6. 11:00-14:00 o’pflanzt is!

Was ist der Unterschied zwischen schwarzem und grünen Tee und was lässt sich aus Himbeerblättern und Co. so alles machen? Fermentieren ist das heutige Thema.

Das Fermentieren von Blättern für einen koffeinfreien, heimischen, schwarzen Tee ist ein interessanter Prozess. Gemeinsam werden wir einen Schritt davon zubereiten.

Zum Probieren gibt es eingelegtes, fermentiertes Gemüse, eine alte Form der Konservierung. Und als Ergänzung dazu liebliches Rosenwasser, da die Rosen uns gerade mit ihrem Duft und ihrer Schönheit beschenken.

°°°30.6. Willingshausen

Das Künstlerdorf hat mich eingeladen, unter einem der wunderschönen „Vesperbäume“ im Rahmen ihrer Veranstaltung aus meinem Buch zu lesen. Wann und wo genau das stattfindet, gebe ich noch bekannt.

Ansonsten ist am 23.6. „Luther – der Anschlag“- Premiere hier in Bad Hersfeld!! Es folgen etwa 23 Vorstellungen und ab dem 21.7. „Hexenjagd“ Wiederaufnahme vom letzten Jahr.

All die Luther Vorstellungen sollen schon ausverkauft sein, Wahnsinn.

Und ich kann im Rahmen der Festspiele auch eine Lesung mit meinem Buch machen – im Zirkuszelt! Termin werde ich bekannt geben, sobald er steht….

Frühling 2017

 

Nun ist mein Buch eine Weile in der Welt und ich habe schon so viel wunderbare Reaktionen darauf erleben dürfen, DANKE!

Die Lesung im Kreativquartier zusammen mit o’pflanzt is! war wunderbar, krachend voll und super Stimmung. Sogar meine musikalische Premiere auf dem Harmonium kam gut an.

In Österreich strahlt Radio Wien ein Interview mit mir aus, ich habe in der Kräuterdrogerie gelesen und alle wollen zur zweiten Lesung im Theater in der Josefstadt in Wien wiederkommen! Das macht mich so froh!

Heute ist FRÜHLING, das muss ich erwähnen, denn der Frühling findet dies Jahr ja nur in seltenen Momenten statt…

Ich pflücke mit meiner kleinen Tochter Löwenzahnblüten und koche LÖWENZAHNHONIG daraus.

 

Und den bringe ich mit nach BUCHENEGG ins Allgäu, wo dieses Wochenende der nächste Kurs stattfindet vom 5.5.-7.5. Los geht der Kurs bei Artemisia (s.u.)

 

Es sind kurzfristig 2 Plätze frei geworden! Falls sich also noch jemand traut, in die Berge zu kommen…

Momentan scheint dort die Sonne und es ist heiß, aber vorgestern hat es geschneit.

Der Weg in den Wald, den ich mir ausgeguckt habe, ist in jedem Fall begehbar…

Zu tun gibt es mehr als genug, wenn auch die Kräuter vielleicht noch nicht alle in voller Mai-Blüte stehen, so haben wir  in jedem Fall die Baumblätter, über die es viel zu erzählen gibt. Und leckeres Essen können wir aus ihnen auch zaubern. Auf geht`s!

 

Außerdem ist heute Belthane, Tanz in den Mai, ich werde gleich zu o’pflanzt is! gehen und um das Feuer tanzen! Alles Liebe, ich hoffe, ich sehe die eine oder andere bald, Bettina

ALLGÄU:

°°°5.5. 18:30 bei Artemisia,

Hopfen 29, 88167 Stiefenhofen, einfach kommen und vorher den Kräuterhof anschauen, das Café hat bis 18:00 geöffnet. Infos unter www.artemisia.de

WIEN:

°°°14.5., 11:00 im Theater in der Josefstadt

Pflanzenwelt auf der Bühne! Für mich wird ein Traum wahr, diese beiden Welten von mir zu vereinen!! Eintritt frei, Anmeldungen unter  krautundueben@josefstadt.org

MÜNCHEN:

°°°21.5., 11:00  im ÖBZ

Im Ökologischen Bildungszentrum, Englschalkinger Str.166, im „Experimentiergarten“ wird es eine Lesung geben. Draußen im schönen „Ex-Ga“, also genau dort, wo das Buch auch hingehört. Unterstützt werde ich hier von Nike Dünnwald, die auf der keltischen Harfe spielen wird! (Bei richtig starkem Regen können wir aber in die Räume des ÖBZ umziehen): Der Eintritt ist frei, Anmeldungen auch hierfür unter krautundueben@posteo.de

Newsletter November

Viele Grüße aus Wien, wo ich zurzeit am Theater arbeite. In der Zuckerstadt-Steinwüste regnet es seit Tagen. Nun ja, es ist Herbst, Regen gehört dazu und außerdem kann ich es so auch recht gut aushalten, die Tage in künstlichem Licht auf Probebühnen zu verbringen, anstatt rauszugehen. Umso mehr freue ich mich aber darauf, wieder in der Erde zu wühlen und Wurzeln zu graben und duftende Salbe zu kochen…

Zwei Kurse stehen an im November, einer bei O’Pflanzt und einer im ÖBZ:

kuerbis

°°°Sonntag, 13. 11.11:00-14:00 bei O‘Pflanzt: „Kürbis, Kardentinktur……oder Beinwellsalbe“

             Wer sich anmeldet, kann sich wünschen, was wir machen!!!!_________

Da es einige Karden auf dem Gelände gibt, werden wir auch dieses Jahr eine Tinktur herstellen zur Borreliosetherapie und Immunstärkung. Außerdem setzen wir aus Weißdornfrüchten eine weitere Tinktur an, zur Stärkung des Herzens … aber auch gegen Augenringe!

Wenn das Interesse groß ist, können wir aber auch die Beinwellsalbe kochen!

Halloween ist der Beginn des keltischen Jahres. Ein paar Geschichten, Märchen rund um Ende und Neubeginn.

Passend dazu gibt es ein Kürbismus, denn Kürbisse sind laut Hildegard von Bingen „zum Essen gut – sowohl für die Kranken als auch für die Gesunden.“

Mitglieder: 13 €, Nichtmitglieder: 19 € (inklusive aller Materialien und Kostproben)

°°°Eine große Bitte habe ich: MELDET EUCH AN, WENN IHR KOMMEN WOLLT!! Auch wenn ihr es dann nicht schaffen könnt, solange ihr mich informiert, kein Problem. Aber ich muss die Chance haben, mich vorbereiten und allen etwas mitbringen zu können!! Es hat sich inzwischen eingeschlichen, einfach vorbeizukommen. Ich freue mich wirklich über jeden, der kommen mag, Am Sonntag im Oktober hatte sich niemand angemeldet, so dass ich nicht gekommen bin. Hinterher haben mich einige Leute gefragt, wo ich war… Sorry!

Anmeldung über krautundueben@posteo.de

 

°°° Samstag, 19.11. 11:00-13:00 „Winterbräuche und Bratapfelsalbe “ im ÖBZ!!

Der November war für unsere keltischen Vorfahren das Ende des alten Jahres und der Beginn des neuen. Zeit des Rückzugs und der Erneuerung. Viele unserer Weihnachtsbräuche lassen sich zurückführen auf die uralten vorchristlichen Traditionen! Welche das sind und welche Pflanzen dabei eine Rolle spielten und wie wir sie heute nach wie vor nutzen können, darüber möchte ich reden.

Unter anderem werden die Wintermaien und die Misteln zur Sprache kommen.

Kostproben wird es von der Quitte geben, dem „Baum der Schlauheit“, wie Hildegard von Bingen ihn nannte, denn im Herbst sollten wir alle unserem Körper eine „Quitten-Kur“ gönnen.

Und wir werden eine köstliche, wohltuende Heilsalbe aus einer anderen symbolträchtigen Frucht herstellen: dem Apfel, deren Zutaten sich lesen wie von einer Speisekarte…

4 € pro Person (inklusive Salbe und den Quitten-Kostproben)

ACHTUNG: Anmeldung über das MUZ (Münchner Umwelt-Zentrum): muz@oebz.de  oder bei Margot Muscinelli, Tel.:089/93948971

Newsletter April/Mai

Ein Freund hat unsere Welt verlassen. Ich bin sehr dankbar, dass ich ihm begegnen durfte. Die wunderschönen Orte, die er geschaffen hat, sind Orte des Friedens, wo Mensch und Natur eins sein können. Seine Arbeit mit den Pflanzen und den Wesen war einmalig, ich habe sie sehr bewundert. Fassungslos stelle ich mich der Trauer entgegen und trauere doch und frage mich und wünsche seiner Seele Frieden und Freiheit.

„So steht der Tod nur in der Mitte eines langen Lebens…“ (Lucanus)
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es gibt mehr als nur einen weg und eine sicht. und irgendwo ist ein licht. ich glaube fest daran

Und so sollte der Newsletter eigentlich beginnen:

Am 16.3. ist der traditionelle Beginn der Gartensaison! Deswegen heute die nächsten Kurse und ein kleiner Rückblick:°°°13. März bei O’Pflanzt is, Gemmotherapie

Danke an alle, die mitgemacht haben, danke für das  Feedback, es war ein sehr schöner Kurs mit euch!  Dabei habe ich festgestellt, dass das Thema so groß ist, dass ich es öfter anbieten möchte, darum:

 

°°°NEU!: Baumheilkunde und Baumnahrung, am 9.4.16 von 10:00 bis 12:00  im ÖBZ  (ACHTUNG!)

Am Boden regt sich schon neues Leben, aber noch ist der Frühling nicht ganz da und wir haben an den Bäumen die faszinierende Vielfalt der Knospen. Mehr über sie zu erfahren, sie kennenzulernen und zu schmecken, das ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Bäume waren für unsere Vorfahren überlebenswichtig. Sie waren Bau- und Heizmaterial, Werkzeug, Medizin, Nahrung und Futter. Mehr noch, sie waren Partner und wurden verehrt. Es gab keine Hungersnöte, als die Menschen noch im Wald gelebt haben!

Viel von dem alten Wissen ist verlorengegangen, einiges können wir wiederentdecken und sogar Neues erfahren. Was können wir essen? Und wie können wir mithilfe der Bäume heilen?

Ein Beispiel für die Heilkraft ist die Gemmotherapie, das Heilen mit Knospen, ein relativ junger Aspekt der Pflanzenheilkunde. Silvotherapie ist ein anderer, den ich gern vorstellen werde.

Aber das ist noch längst nicht alles.

Veranstaltet vom Münchner Umwelt-Zentrum e.V. für das Netzwerk Urbane Gärten München. Gefördert von der Anstiftung und der Bürgerstiftung München.

Eintritt frei!

ACHTUNG: Anmeldung über das MUZ (Münchner Umwelt-Zentrum): muz@oebz.de  oder bei Margot Muscinelli, Tel.:089/93948971

 

°°°10. April bei O’Pflanzt is 11:00 bis 14:00: Petersilienherzwein

Endlich ist die Zeit da, einen frischen Petersilienherzwein herzustellen! Dem Heilmittel für das Herz und die Milz von Hildegard von Bingen. „Nach einer anstrengenden Reise und zur Begrüßung, aber er verschafft auch eine unmittelbare Linderung bei allen unklaren Herzbeschwerden.“

Jetzt wachsen genügend Kräuter für die 9-Kräutersuppe, die den Körper nach der Winterzeit mit neuer Energie versorgen, jeder bekommt eine Kostprobe.

Die Geschichte der Suppe, ihre einzelnen Kräuter und deren Wirkung werden besprochen.

O’Pflanzt-Mitglieder: 13€, Nichtmitglieder:19€

 

°°°16.April bei mir in der Praxis und im Arabellapark 11:30-14:00: 9-Kräutersuppe

Wir werden die Kräuter sammeln, die Suppe kochen und essen. Zu den einzelnen Kräutern gibt es viel zu erzählen und zur Suppe ebenfalls…

Eine Kräuterwanderung hier vor der Haustür!  Es ist so großartig, zu entdecken, was alles direkt vor unseren Augen wächst!

Kosten: 20€ inkl. Suppe

 

°°°6.-8.Mai Gemmotherapie und Frühlingskräuter in Buchenegg

Auf ins Allgäu im Frühling, auf den 7-Morgenhof! Die Gemmotherapie ist ein weites Feld.  Gemeinsam wollen wir Knospen ernten und verarbeiten und mit den ersten Kräutern kochen. Und wir wollen den Vögeln lauschen, ein wenig wandern, meditieren und faulenzen in der schönsten Umgebung. Kräfte tanken, Geschichten von den alten Kelten hören und einfach nur: Sein!

Kosten: 150€ pro Person, inkl. Material, Essen und Übernachtung

Fragen dazu? Schreibt mir!

 

°°° 22.Mai bei O‘Pflanzt is11:00-14:00 Wermutwein und Waldmeister:

Wir werden aus den frischen Wermutblättern einen Presssaft herstellen und daraus den Wermuttrank aus der Hildegardmedizin zubereiten, der eine derart starke Leitungs- und Regenerationssteigerung zur Folge hat, dass sie ihn den „wichtigsten Meister gegen alle Erschöpfungen“ nannte. Vor allem bietet er effektiven Schutz vor Arteriosklerose.

Waldmeistersirup. Der Waldmeister kann viel mehr, als nur eine Bowle zu würzen! Er gehört zum Mai und kann, richtig eingesetzt, viele Beschwerden lindern.

Weitere Bitterkräuter und ihre Wirkung kommen zur Sprache.

Kosten: OPI-Mitglieder 13€, Nichtmitglieder 19€

 

°°°Und dann spiele ich erstmal wieder Theater, „Hexenjagd“ in Bad Hersfeld, Premiere ist am 24.6. Ihr könnt gerne gucken kommen!

 

°°°Anmeldungen und Informationen wie immer unter krautundueben@posteo.de oder http://www.krautundueben.net

 

„Energiekekse? Gibt’s die auch als App?“

Energiekekse

Mein Leben ist bunt, manchmal zu bunt. Ich bewege mich zwischen drei Welten: zum einen manage ich meine Familie, habe mindestens ein Bein in der Schauspielerei und verschwinde immer tiefer in der Pflanzenwelt. Phytotherapie, alte Rezepte und neue Anwendungen, hart an der Grenze zur Esoterik. Esoterik bedeutete mal „nur einem begrenzten, inneren Personenkreis zugänglich“, insofern hat das, wovon ich hier berichten will, tatsächlich viel Esoterisches. Allerdings will ich dazu beitragen, dass es eben nicht so bleibt. Also nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich.

Denn Tatsache ist, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich trauen, Pflanzen in ihrem täglichen Leben etwas anderes als einen dekorativen Nutzen zuzuschreiben. Okay, wir kaufen und essen Gemüse, in der Regel das, was der Markt uns hübsch verpackt offeriert. Aber wer geht schon hin und buddelt mal einen schönen Löwenzahn aus und schnibbelt ihn in die Pfanne? – Eben!

Wer sammelt im Spätsommer Brennnesselsamen, um im Winter sein Immunsystem zu stärken, anstatt sich eine Grippeimpfung verpassen zu lassen. (und was bedeutet das eigentlich genau, Immunsystem?)…

Brennnessel 2

Und wozu sind die eigentlich gut, Löwenzahn und Brennnessel? Mein Onkel spritzt die alle mit furchtbarem Gift weg, denn er will den Rasen grün und die Rosen rot, dafür gibt er ihnen auch noch Dünger. Er hat ein hartes Herz, im wahrsten Sinne des Wortes, einen Herzinfarkt und 4 Bypässe. Er weiß auch nicht wirklich, warum. Über mich und meinen verwilderten Garten lacht er nur und schüttelt den Kopf. „Hast du keine Angst vor dem vielen Klee in deiner Wiese? Da kommen doch die Bienen!!“ Jaaa, eben – es ist gar nicht so schwer, Zusammenhänge zu verstehen. Nicht dass er jemals barfuß seinen Rasen betreten würde, aber der Klee hat bei ihm nichts zu suchen, den vernichtet er. Sicherheitshalber.  Alles im Leben hat seinen Preis, und was uns passiert, ist vielleicht mehr Folge unserer einzelnen Entscheidungen, als uns lieb ist.

Das sind die Punkte in unserem Leben, an denen wir eigentlich ein wenig die Verantwortung abgegeben haben. An Experten, die unsere Werte messen und uns sagen, welche rosa oder lila Pillen wir schlucken sollen.

Gleichzeitig lassen wir uns Angst einjagen und wollen das Optimale: und das hat dann wirklich etwas miteinander zu tun: der grüne Rasen, die Grippeimpfung und diese Apps, die die täglichen Schritte zählen!

Dafür ist jemand zuständig. Und der verdient daran.

…nicht, dass ich per se die Schulmedizin ablehne, ich gehe selber hin und hole mir eine Meinung ein und ich habe es immer gern, wenn die Leute, die zu mir kommen, vorher beim Arzt waren und mein Ehrgeiz ist geweckt, wenn es heißt, „damit müssen Sie leben“ oder, „nehmen Sie mal Kortison“, ich mag es, wenn jemand bereit ist, sein Schicksal nicht hin-, sondern in die Hand zu nehmen und sich auf die Suche zu machen nach dem Grund. Manchmal ist der Weg dann sehr beschwerlich, manchmal muss man viel ausprobieren, deswegen ist die alternative Medizin so angreifbar, es gibt so viele Ansätze, es kann einfach dauern, bis man einen Schlüssel gefunden hat!

Die Energiekekse gibt es übrigens wirklich (und nicht als app) und sie tun unglaublich gut. Ein uraltes Rezept von Hildegard von Bingen. Im nächsten Eintrag gibt es das Rezept…