Krautundueben-Newsletter Herbst 2019

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WAS?!?! Ein Newsletter von krautundueben?!
SO lange nichts geschrieben. Das nagt an meinem Gewissen.
Aber nun habe ich das Manuskript für mein nächstes Buch abgegeben, „Meine magische Heilküche“ soll es heißen und im Frühjahr auf den Markt kommen. Das war eine schöne Arbeit! 130 Rezepte ungefähr, dazu Geschichten und Informationen, wie heilsames Essen aussehen kann (also was ist gut für das Herz, für den Bewegungsapparat, für den Darm, gegen Traurigkeit usw.) Tolle Fotos hier vom Schloss wurden auch gemacht. Momentan kocht jemand die Gerichte und eine Fotografin macht dazu die Fotos. Mit so viel Aufwand hatte ich gar nicht gerechnet… Bin sehr froh!
Daneben haben wir unser erstes Jahr hier im Schloss Hirschgarten verbracht, der Café-Betrieb läuft so gut, dass wir manchmal – fast – an unsere Grenzen stoßen, ein Erzählfestival haben wir im Juni auf die Beine gestellt, in Zusammenarbeit mit dem Kultursommer Nordhessen. Zwei Tage raunten die Klänge und Worte über unser Gelände. Magisch.
Meditationen am Dienstag Abend werden gut angenommen und strahlen aus. Auch unsere Pflanzen bekommen das zu spüren und wachsen und schenken uns ihre Kraft. Kräuterführungen, Seminare und Vorträge gehören zu unserem Angebot hier und ziehen Menschen an. Wir haben so viel Schönes erleben dürfen an Begegnungen, an Interesse und Zugewandtheit!
Unser B&B wird auch immer stärker nachgefragt, es scheint sich herumzusprechen, dass man hier in der Mitte Deutschlands einen Platz geboten bekommt, an dem man sich mit der ganzen Familie treffen kann, oder allein oder zu zweit einen Rückzugsort findet, der der Seele guttut.
Naja, und so dies und das andere kam noch hinzu, in Würzburg habe ich im Theater gespielt und im Sommer in Bad Hersfeld…
Ja, es war ein vielfältiges Jahr.
Da kam der Newsletter immer zu kurz.
Aber jetzt möchte ich vermelden – TADAH!!- ich habe dieses Jahr noch zwei Termine im Grünstreifen, an denen ich Kurse gebe und würde mich riesig freuen, wenn sich jemand dafür interessiert. So gern möchte ich euch wiedersehen, die ihr mich am Anfang in München begleitet habt!! Aber auch neue Leute sind natürlich herzlich wollkommen…
°°°°29.9. 11-15 Uhr WURZELN. NÜSSE UND KERNE
Nach dem 23.9. werden in der Pflanzenheilkunde vor allem nur noch die Wurzeln verwendet. Ein spannendes Thema aus der Unterwelt unter unseren Füßen!
Wir schauen uns um und graben Wurzeln auf dem Gelände aus.
Die Nüsse sind geerntet und wir lernen ihre Vielfalt, ihre Verwendungsmöglichkeiten und ihren gesundheitlichen Nutzen kennen.
Im praktischen Teil kochen wir einen veganen Brotaufstrich, zum Mitnehmen und sofort Probieren.

°°°°17.11. 11-15 Uhr ERNÄHRUNG, TEES UND TINKTUREN gegen Entzündungen, Erkältungen und Winter-Blues
Am 1.11. war Samhain, das rituelle Totenfest unserer Vorfahren. Für sie endete das Jahr hier und ein neues kündigte sich an. Welche Rituale haben überlebt, warum schnitzen wir bis heute Kürbisse?
Wenn sich das Jahr dem Ende zu neigt, das Klima rauer und kälter wird, machen sich die ersten Erkältungskrankheiten breit.
Wie können wir uns mithilfe unserer Ernährung davor schützen? Welche Tinkturen unterstützen dabei?
Im praktischen Teil stellen wir ein Meistertonikum her, das sich schon vielfach bewährt hat in der kalten Jahreszeit.

°°°°°Beide Kurse finden auf dem neuen Gelände des Gemeinschaftsgarten GRÜNSTREIFEN statt, in der Oberföhringer Str. 156, Bushaltestelle Bürgerpark Oberföhring
Mehr Info auch unter http://www.gruenstreifen-muc.de
Kosten: 25 € incl Material, Anmeldung über krautundueben@posteo.de
Ich freue mich so auf euch in München!!! Alles Liebe und Grüne, Bettina

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Würzburg „Prinz von Homburg“

Hallo und Helau,

Ich bin‘s mal wieder. Lange nichts von mir hören lassen. Was ist passiert?

Weinberg Würzburg

Mein Leben hier und da hat eine gewisse Fahrt aufgenommen. Das heißt, dass ich viel Zeit in Zügen verbringe, was mir recht gut gefällt. Weil ich mich immer, sobald ich in einem Zug sitze, abgelöst empfinde von alltäglichen Gedanken, Anforderungen und Verbindlichkeiten und sehr bei mir bin.  Ich kenne niemanden um mich herum, lerne auch fast nie jemanden kennen und versinke in meinen Gedanken. Oft kann ich sehr konzentriert arbeiten, auch weil ich weiß, ich habe nur so und so viel Zeit.

Das ist immer eine Zeit zwischen den Geschichten für mich, Momente, in denen ich die Chance habe, mich neu zu orientieren, zu sortieren. Manchmal mache ich auch schlicht nichts. Wenn ich nicht weiß, was ich machen soll. Manchmal steigt Panik in mir auf und ich sehe ihr dabei zu. Was mache ich? Ist es verantwortungsvoll? Was kann ich ändern? Hilflos fühle ich mich, schaue hinein in die dunkle Seite des „Es ist doch eh alles schon wurscht. Bienen sterben, Reiche werden immer reicher, die Politik ist im Eimer und auch ich trage meinen Teil dazu vorbei, dass wir leben, als hätten wir 2-3 Erden. Etc.“)

Das schaue ich mir an und versuche, leer zu werden, auch diese Gefühle anzunehmen. Das hilft. Meistens.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte, ist, dass ich wieder einmal Theater spiele. Ich liebe es Theater zu spielen, ich kann dagegen nichts tun. Ich mag den Geruch in den Theatern, nach Schminke, nach Scheinwerfern, nach Staub und Schweiß. Jemand anderes zu sein. Die Atmosphäre von gebündelter Energie, wenn alle an einem Strang ziehen, um eine Vorstellung zustande zu bringen. Alte und Junge, KollegInnen aus verschiedensten Abteilungen teilen diesen Moment. Wunderbar.

Homburg

Was ich regelmäßig vergesse und dann immer wieder in albtraumartigen Situationen realisiere, ist, dass ich eine Frau bin. Und nicht mehr jung noch dazu. Das bedeutet, dass ich eigentlich schon ausgestorben sein müsste. Seltsamerweise arbeite ich immer noch. Hin und wieder wenigstens. Darüber kann ich froh sein und bin es auch. Fahre innerlich erschrocken auf, wenn mir klar wird, es gibt in den Stücken kaum noch etwas für mich zu tun. Das kann ich immer kaum fassen. In meinen anderen Lebensbereichen ist das nämlich anders. Da bin ich Teil, da habe ich Gedanken, Gefühle und kann Dinge anstoßen, Projekte voranbringen etc. Auf der Bühne nicht. Und bei den Proben, bei den Besprechungen hinterher dämmere ich weg, weil ich nur so wenig mit der Veranstaltung zu tun habe in den kurzen Momenten, wenn ich ins Geschehen eingreife. Frauenrollen, historische allen voran, sind fast immer bestimmt durch Männer, die agieren. Frauen handeln – meist –  nur in Relationen zu ihnen. Wir haben kaum je Gedanken, sondern Gefühle, und die beziehen sich – auf Männer, genau. Und indem wir diese Stücke spielen, manifestieren wir diese Positionen immer wieder, verfestigen die alten Ideen, anstatt sie zu überwinden. Im „Prinz von Homburg“, der am Samstag hier in Würzburg Premiere haben wird, spielen 7 Männer mit und 2 Frauen. In den neueren Stücken ist die Relation manchmal etwas anders, aber nicht wirklich viel besser. Frauen haben ab einem gewissen Alter zu verschwinden. Im Theater werden aus den verbliebenen Frauen dann hin und wieder Diven, die sich durch viel Manieriertheit und Kratzbürstigkeit auszeichnen. Früher habe ich das nie verstanden, mittlerweile denke ich, dass es daran liegt, dass sie einfach wahrgenommen werden wollen.

Und dann macht mir Theater spielen plötzlich gar keinen Spaß mehr. Dann will ich schnell wieder weg. Ich würde mir wünschen, dass es ein Theater gibt, dass die Rollen nicht nach Geschlechtern verteilt und nach Alter. Dass eine Anfängerin King Lear spielt und ich Romeo. Ich glaube nämlich, dass das geht. Ich fände das so spannend, traut sich aber keiner. Immer, wenn ich Theatermachern davon erzähle, lachen sie kurz auf und machen weiter wie gehabt. Und ich? Ich schüttele mich und gehe raus zu meinen Freunden, den Bäumen, die mir Geschichten erzählen, wo all das keine Rolle spielt.

Und verfolge meine anderen Aufgaben, von denen es auch in diesem Jahr viele gibt. Es gibt für uns alle unendlich viel unendlich Schönes zu tun, wenn wir auf der Suche nach unserer wahren Bestimmung sind. Wenn wir uns entschließen, die Natur zu ehren, zu respektieren und ihr zu dienen, die Angst und die Getrenntheit zu überwinden und mitzuwirken, die Welt zu dem wundervollen Ort zu machen, den wir in manchen Augenblicken schon ahnen.

Im Schloss Hirschgarten sitzen wir immer noch an den Veranstaltungsplänen für dieses Jahr. Außerdem plane ich natürlich wieder Workshops in München und anderen Orten. Bis Ende des Monats hoffen wir, dass wir fertig sind uns sie veröffentlichen können, aber zunächst ist heute Abend Premiere! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krautundueben-Newsletter Herbst/Winter 2018

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unser Kräutergarten und ich

So. Endlich! Ich wage es, einen neuen Newsletter zu schreiben. Diese neue Datenschutzverordnung kapiere ich zwar immer noch nicht, aber ich habe so viele Anfragen erhalten, dass ich wieder schreiben muss.

Das war der eine Grund für mein langes Schweigen. Der andere war: viel viel Arbeit! Der Festspielsommer in Bad Hersfeld war dabei fast nebenbei.

Hauptsächlich waren wir mit dem Einzug und dem weitergehenden Umbau auf SCHLOSS HIRSCHGARTEN beschäftigt. Dem wunderschönen, magischen Wasserschloss in Nassenerfurth, im „Rotkäppchenland“ in Nordhessen, wo einst die Gebrüder Grimm wanderten. Und wo wir nun eine kleine Gemeinschaft gegründet haben.

Inzwischen ist es offiziell eröffnet, zum „Tag des offenen Tores“ goss es in Strömen und trotzdem kamen über Tausend Menschen, um mit uns zu feiern! Es ist eröffnet, und die richtige, inhaltliche Arbeit kann beginnen. In diesem Jahr haben wir noch ein paar Veranstaltungen, die vielleicht auch Menschen aus München interessieren könnten. Die Anreise ist nicht viel aufwändiger als nach Buchenegg, zumindest nicht mit dem Zug.

Deswegen hänge ich an den Newsletter auch das Hirschgarten-Programm an. Die Gästezimmer sind fertig und warten darauf, dass Ihr sie bezieht! Wer also kommen möchte, mitarbeiten, Seminar besuchen, oder eine Auszeit braucht… Meldet euch!

An der Website www.schloss-hirschgarten.de  arbeiten wir noch, im Moment steht nicht viel mehr drin als dieses Programm.

Aber auch in MÜNCHEN gibt es noch ein paar Kurse dieses Jahr!

°°°°°Zwei Kurse bei OHNE, verpackungsfreier Supermarkt, Schellingstr.42

°°°Herbst 7.10.  „Fülle“ um 10:00

Verschiedene                              KÜRBISDIPS, MARONIKUCHEN: Maroni sind in der Hildegard von Bingen-Heilkunde DAS Stärkungsmittel; vorbeugend, kräftigend, heilend.          

HERBSTRITUALE UND GESCHICHTEN: Was haben unsere Vorfahren getan, wenn die Ernte eingebracht war und die Tage wieder kürzer wurden? Blot-Monat wurde diese Zeit genannt. Es wurde zu allen Zeiten viel gefeiert und dabei ging es wohl oft sehr wild zu, wie heutzutage immer noch. Doch das Ende naht…            

WASCHMITTEL AUS KASTANIEN, EFEU u.a.: Der Herbst schenkt uns noch ein großartiges Geschenk, mit dem wir uns selbst mit Waschmittel versorgen können.  Wir werden zusammen daran arbeiten und jeder kann sich etwas davon mit nach Hause nehmen.

25 € inkl Material u Kostproben

Bitte bei krautundueben@posteo.de oder direkt im Laden anmelden.

°°°Winter  11.11.  „Einkehr“ 

WURZELN:  Spätestens nach dem 1.11. ernten wir nichts mehr von den oberirdischen Teilen der Pflanzen, sondern graben nach den Wurzeln. Warum das so ist, liegt an dem Glauben unserer keltischen Vorfahren, für die der November das Ende des alten Jahres und der Beginn des neuen darstellte. Zeit des Rückzugs und der Erneuerung. Viele unserer Weihnachtsbräuche lassen sich zurückführen auf die uralten vorchristlichen Traditionen. Unter anderem werden die Wintermaien und die Misteln zur Sprache kommen.

GALGANTKEKSE u.a.:  Hildegard von Bingen Gewürze zur Erkältungsprophylaxe Wie kann uns die uralte Klostermedizin der Hildegard von Bingen dabei helfen, gesund durch den Winter zu kommen und was rät sie, wenn es uns doch erwischt hat? Leckeres, Erstaunliches und auch Kurioses aus ihrer Apotheke stelle ich vor.             

 BASISHARZSALBE: Wir kochen die Basisharzsalbe, die Pflege für die Lippen und rauen Stellen, Zugsalbe und erste Hilfe bei Pickeln und Insektenstichen.

25 € inkl Material u Kostproben

Bitte bei krautundueben@posteo.de oder direkt im Laden anmelden.

 

°°°°Und ein Kurs im GRÜNSTREIFEN-Gemeinschaftsgarten Oberföhringer Str.165

°°°4.11. 11-14 Uhr

Wir brechen wieder auf zu einer kleinen KRÄUTERWANDERUNG im Englischen Garten, diesmal auf WURZELSUCHE, denn ab dem 23.9. erntet man nicht mehr die oberirdischen Pflanzenteile, sondern wendet sich den Wurzeln zu, in denen sich in der kalten Jahreszeit die Kraft der Pflanze zurückzieht. Ein paar Wurzeln werden wir graben und mitnehmen.

Über ERNTEDANKRITUALE werde ich erzählen, denn der November ist die Zeit für Geschichten und Rituale. Welche Bedeutung hatte Halloween für unsere Vorfahren?

Ich bringe MARONIKUCHEN mit, denn die Maroni sind die Kraftnahrung für den Herbst.

25 € inkl Material u Kostproben

Bitte bei krautundueben@posteo.de  anmelden.

 

 

UND HIER IST ES NUN: UNSER PROGRAMM AUF SCHLOSS HIRSCHGARTEN.

KOMMET UND STAUNET UND GENIESST DIE EINZIGARTIGE SCHÖNHEIT UND MAGIE DES ORTES!!

 

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°°°OKTOBER  19.-21.10. WURZELKURS    mit Bettina Hauenschild

Bevor der Winter kommt und die Pflanzenwelt ihre wohlverdiente Ruhepause bekommt, gehen wir noch einmal hinaus und graben nach den unterirdischen Pflanzenteilen. Nach dem 23.9. beginnt die Zeit, in der die Kraft der Pflanzen sich unter die Erde zurückzieht. Aus den Wurzeln der Brennnessel, Engelwurz, Nachtkerze, Karde und vielen anderen lassen sich Heilmittel und leckere Gerichte zubereiten. Lieder und Geschichten begleiten diesen Kurs.

Freitag Abend bis Sonntag Mittag

Kosten: 250 € inkl. 2 Übernachtungen, Verpflegung und Materialien, 150 € ohne Übernachtung, weiterer Kostennachlass gegen Mithilfe möglich, sprechen Sie uns an!

Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung über schloss-hirschgarten@posteo.de

°°°NOVEMBER   16.-18.11. GEWÜRZE-KURS  mit Bettina Hauenschild

Wärmende Gewürze: Leckere Gesundheitsbringer

Gemeinsam wollen wir in die teils exotische Welt der Gewürze eintauchen, dazu eignet sich der Platz am Ofen im Winter besonders gut. Galgant, Kubebenfrüchte, Anis und Zimt holen den Duft der warmen Länder in unsere Stuben.

Geschichten lassen sich dazu erzählen, wir werden lauschen und schmecken und selber backen und kochen. Wer möchte, kann sich außerdem eine Räuchermischung zusammenstellen.

Freitag Abend bis  Sonntag Mittag

Kosten: 250 € inkl. 2 Übernachtungen, Verpflegung und Materialien, 150 € ohne Übernachtung, weiterer Kostennachlass gegen Mithilfe möglich, sprechen Sie uns an!

Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung über schloss-hirschgarten@posteo.de

 

°°°25.11. 17 Uhr LESUNG Bettina Hauenschild liest im grünen Salon aus ihrem Buch

„Die Sprache der Pflanzen“.

Eintritt: 9 €,    anschließend Beisammensein bei Tee, Wein und kleinem Happen.

Anmeldung über schloss-hirschgarten@posteo.de

 

°°°30.11. 19:30 VORTRAG von Philipp Funck im grünen Salon

„Alte liebenswerte Bäume. Naturdenkmale im Wandel der Zeit“     

An diesem Abend lernen Sie die großen alten Bäume der Region neu kennen. Philipp Funk stellt sie Ihnen nicht nur vor, sondern erweitert den Blick, indem er erläutert, wie man Bäume lesen kann und wie sie miteinander kommunizieren.

Ein Blick hinter die Kulissen des Waldes.

 

Philipp Funck studierte Forstwissenschaft und Baumbiologie in Kanada und Freiburg und arbeitete als Baumsachverständiger in Kanada, Burkina Faso und Indonesien.

Heute sitzt seine Firma in Schwalmstadt und er kennt alle Baumgrößen der Region, hegt und pflegt sie und kennt ihre Geheimnisse, die er mit uns teilen möchte.

Eintritt: 9 €,  anschließend Beisammensein bei Tee, Wein und kleinem Happen.

Anmeldung über schloss-hirschgarten@posteo.de

 

°°°5.12. 18 Uhr MÄRCHENLESUNG im Stroh

Eine Märchenstunde für Kinder, es lesen Otto Kukla und Bettina Hauenschild.

Eintritt: 5 €, Erwachsene in Begleitung ihrer Kinder frei

 

°°°9.12. 17 Uhr LESUNG Otto Kukla liest im grünen Salon aus Jean-Henri Fabres

 

„Erinnerungen eines Insektenforschers“.

 

Eine Lesung mit Geräuschen. „Hingebungsvoll widmete sich J-H. Fabre (1823-1915) der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum und schuf damit literarische Gattungsbiografien, die zu den schönsten und genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden, und von einem nie enden wollenden Staunen vor der Natur und ihrer Schönheit zeugen.“ (aus dem Klappentext)

 

Eintritt: 9 € ,    anschließend Beisammensein bei Tee, Wein und kleinem Happen.

Anmeldung über schloss-hirschgarten@posteo.de

°°°21.12. 18 Uhr WINTERSONNWENDFEUER

Das Wintersonnwendfeuer ist das Sinnbild des ewigen Herdfeuers, das die ganze Nacht über am Glimmen gehalten wurde. Es markiert den Beginn der Raunächte, in denen traditionell Ställe, Wirtschafts- und Wohnräume geräuchert wurden. Mit Beifuß und Wacholder sollte alles Alte und Kranke gereinigt werden, damit neue Energie fließen konnte.

Wir wollen auf dem Hof ein Feuer anzünden, und bei einem Glas heißem Punsch und wärmender Suppe über die alten Gebräuche reden und den Winteranfang feiern.

Eintritt: 15 €, Speisen und Getränke frei.

ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN

Sorry, es war ein langer Newsletter. Ich würde mich freuen, wenn für manche etwas dabei ist und wir uns wiedersehen. Hier oder dort.

Danke für die Aufmerksamkeit, liebe Grüße, Bettina

 

Neubeginn

Endlich, endlich ist es Frühling geworden, heute war der erste Tag, an dem ich draußen lesen konnte. „Das Beste am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man es gar nicht mehr aushält.“, hat mir meine Tochter vorgelesen.

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Der Blog ist ein wenig vernachlässigt worden, er war noch in Winterstarre. Ich hatte aber auch vieles Andere zu tun…

Denn der Umzug ist in vollem Gange. Am 1. Mai ist die Schlüsselübergabe und ein neuer Lebensabschnitt beginnt für mich. In einer kleinen Gemeinschaft in Nordhessen. Im Blog habe ich noch nicht viel darüber geschrieben, aber nun rückt der Termin immer näher und es gäbe so viel zu erzählen! Eine Website wird gerade gebastelt.

Wir haben in vielen Möbelscheunen alte Möbel gefunden, denn es gibt dort viele Zimmer. Dabei haben die Möbel meistens uns gefunden, so kam es uns vor. Einige schauten uns an, als wollten sie sagen: „Wir stehen schon so lange hier, nehmt mich mit. Etwas Besseres als den Tod finden wir überall!“. Das Motto der Bremer Stadtmusikanten passt in vielerlei Hinsicht, denn wo wir hingehen heißt die Gegend „Rotkäppchenland“. Die Gebrüder Grimm sind dort gewandert und haben ihre Geschichten eingesammelt. Weltkulturerbe, universal, kennt jedes Kind. Die Gegend atmet auch heute noch Geschichten. Unsere ist eine kleine weitere:

Ein Wasserschloss, ein kleines Hotel, Seminarräume, eine Kräutergärtnerei, etwas Land. Die Konzession, Trauungen abhalten zu dürfen. Endlos viele Ideen. Ein Traum.

Wir haben schon den Boden gefräst, ein paar Apfelbäume gepflanzt, Stecklinge für den Kräuteranbau bestellt. An einem Seminarprogramm für das nächste Jahr werden wir im Herbst arbeiten, wenn wir einigermaßen angekommen sind. Und dann wünschen wir uns viele Gäste! Das Gelände liegt südlich von Kassel, mitten in Deutschland, man kann von überall schnell herkommen! Meine Münchner Teilnehmer hole ich in Fulda ab, das habe ich schon versprochen. Nach Fulda dauert es mit dem Zug manchmal nur 2,5 Stunden!

Ich kann dort wohnen, wenn ich im Sommer wieder in Bad Hersfeld spiele, „Shakespeare in Love“ heißt das Stück und ich freue mich, endlich einmal etwas zu spielen, vor dem sich meine jüngste Tochter nicht zu fürchten braucht.

Dennoch werde ich in München weiterhin Workshops geben!

Im Februar und März waren die ersten Workshops im „Grünstreifen“, dem Gemeinschaftsgarten in Oberföhring und bei OHNE, dem verpackungsfreien Supermarkt in der Schellingstraße. Den vielen Beteiligten herzlichen Dank! Ich habe mich über so viele neue Gesichter gefreut, das hat mir gut getan nach dem Aus von O’Pflanzt, worüber ich den ganzen Winter sehr traurig war. Und heute noch vermisse ich das Gelände so sehr! Oft streife ich im Traum über das Gelände, gehe über die kleinen Hügel hinter zum Unterstand, wo ich meistens die Kurse abhalten konnte. Ich war immer sehr früh da und habe die Ruhe genossen mitten in der Stadt, habe die Tische aufgebaut, meine Sachen verteilt und war dankbar. Dem Gelände verdanke ich so viel. Ich habe mich dort wiedergefunden, eine neue Bettina, verbunden mit der Natur. Und dieser Neubeginn trägt immer mehr Früchte!

 

Die nächsten Kurse in München sind am:

°°° 6.Mai 11:00-15:00 im GRÜNSTREIFEN: Adresse: Oberföhringer Str. 156 81925 München Bushaltestelle: Bürgerpark Oberföhring (Nr: 187 / 188 / 189) http://www.gruenstreifen-muc.de

 

Darauf freue ich mich schon sehr! Wir wollen eine Kräuterwanderung in den Englischen Garten machen, jeder kann sich einen „Handstrauß“ der Pflanzen pflücken und wir werden aus ihnen etwas Leckeres zubereiten, wenn wir wieder am Grünstreifen zurückgekehrt sind. Kräuterquark, Dip, Tee etc.

Ich erkläre die Kräuter und ihre Wirkung für unsere Gesundheit.

Wir probieren unsere Nahrungsmittel und ich bringe eine 9-Kräutersuppe mit, die rituelle Speise im Frühjahr, die die Lebensgeister weckt.

Kosten: 25 € inklusive aller Kostproben und Material,

Anmeldung an krautundueben@posteo.de

 

°°°1. Juni bei OHNE, 19:30-22:00 Drinnen! Und am Abend! Weil`s beim ersten Mal so schön war…

Adresse: OHNE der verpackungsfreie Supermarkt

Schellingstr. 42 · 80799 München  U-Bahn Universität

http://www.ohne-laden.de

 

Diesmal stehen die Bäume immer noch im Zentrum, aber mehr und mehr kommen auch die Kräuter und Blüten zum Vorschein…Zum Probieren gibt es ein Erlenpesto und einen Dip aus Lindenblättern: Wer hätte gedacht, dass man so etwas Leckeres herstellen kann aus Blättern, die überall wachsen?                       

Und wir reden über Baumnahrung, denn Bäume waren für unsere Vorfahren überlebenswichtig. Sie waren Bau- und Heizmaterial, Werkzeug, Medizin, Nahrung und Futter. Mehr noch, sie waren Partner und wurden verehrt. Es gab keine Hungersnöte, als die Menschen noch im Wald gelebt haben! Viel von dem alten Wissen ist verlorengegangen, einiges können wir wiederentdecken und sogar Neues erfahren.

Was können wir essen? Und wie können wir mithilfe der Bäume heilen?

Passend zum Frühsommer stelle ich außerdem die Vielfalt der Johanniskräuter vor, zu denen u.a. die Ringelblume (Calendula) gehört, denn zum Johannistag (23.6., Sommersonnenwende) dauert es nicht mehr lang.

Wir kochen zusammen die Calendulasalbe, ein hilfreiches Wundheilmittel, das in keinem Haushalt fehlen sollte!  (Falls es davon noch nicht genug zu finden ist, denn dieses Jahr ist bislang alles etwas später gekommen, stellen wir etwas aus dem Löwenzahn oder dem Gänseblümchen her)

Kosten: 25€ inklusive aller Materialien und Kostproben,

Anmeldungen (bitte zeitig und verbindlich, damit wir nicht wieder so vielen absagen müssen!) an krautundueben@posteo.de oder info@ohne-laden.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt viel zu tun!

Krautundueben Newsletter Feb/März

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So, nun hat das Jahr begonnen. Die Pause ist vorbei, Maria Lichtmess ist auch schon gewesen; Nichtstun war gestern! So viel Neues! Nachdem es vorerst für lange Zeit keine Kurse mehr bei meinem geliebten O’Pflanzt-Garten mehr geben wird, haben sich ganz neue Orte ergeben!

Es wird höchste Zeit, den ersten Kurs dieses Jahr anzukündigen, ich hoffe, ich kann ein paar von euch bewegen, nach OBERFÖHRING zu kommen! GRÜNSTREIFEN heißt das kleine Gemeinschaftsgartenprojekt hier auf dem tollen bunten Gelände des ehemaligen Krankenhauses. Meine Kinder waren in dem Montessorikindergarten dort, es sind Künstlerateliers, ein Punk-Club, aber auch der DLRG und ein Faschingsverein und viele mehr auf dem Gelände.

Nach einer Lesung in Bad Hersfeld findet dann der nächste Kurs bei meinen Freundinnen Hanna und Chrissi in ihrem wunderbaren verpackungsfreien Supermarkt statt.

Anmeldung für alles wie immer bei mir: krautundueben@posteo.de

 

°°°GRÜNSTREIFEN: 25. Februar 11:00-15:00

Adresse: Oberföhringer Str. 156

81925 München             Bushaltestelle: Bürgerpark Oberföhring (Nr: 187 / 188 / 189)

http://www.gruenstreifen-muc.de

Wir treffen uns am GRÜNSTREIFEN-GARTEN und gehen auf dem Gelände spazieren, dabei erkläre ich die unterschiedlichen BÄUME und was sich so alles mit den KNOSPEN anfangen lässt. Wir sammeln u.a. Pappelknospen. GEMMOTHERAPIE ist die Therapie mit den Knospen; zu der es vieles zu erzählen gibt.

Außerdem gibt es eine kleine Einführung in den keltischen Jahreskreis. Welche Bedeutung hatte MARIA LICHTMESS (2.2.) für unsere Vorfahren?

Zum Trinken gibt es BIRKENWASSER und Tee und ein Knospensmoothie, wenn wir anschließend in Katrins gemütlicher Werkstatt gemeinsam ein PAPPELÖL herstellen, das sehr wirksam gegen Hautinfektionen ist.

Kosten. 25€ pro Person, Material und Getränke inklusive (Wer Schwierigkeiten hat, wende sich an mich…)

 

°°°13.3. in Bad Hersfeld Lesung bei den LANDFRAUEN! Falls die eine oder andere Zeit hat und in der Gegend ist, bitte bei mir melden!

 

°°°16.3. OHNE, 19:30-22:00 Drinnen! Und am Abend! Das gab’s noch nie bei mir!!

Adresse: OHNE der verpackungsfreie Supermarkt

Schellingstr. 42 · 80799 München  U-Bahn Universität

http://www.ohne-laden.de

 

9-KRÄUTERSUPPE; Kräuter erklären: Jetzt wachsen langsam genug Kräuter für die 9-Kräutersuppe, die den Körper nach der Winterzeit mit neuer Energie versorgt, jeder Teilnehmer bekommt eine Kostprobe. Die Geschichte der Suppe, ihre einzelnen Kräuter und deren Wirkung werden besprochen. Denn die Suppe hatte auch eine rituelle Bedeutung für unsere Vorfahren, über deren Frühjahrsgebräuche ich sprechen werde.

 

Grundlagen der Gemmotherapie: Der Frühling ist unterwegs, am Boden regt sich neues Leben und an den Bäumen haben wir die faszinierende Vielfalt der Knospen. Mehr über sie zu erfahren, sie kennenzulernen und zu schmecken, das ist ein Inhalt dieser Veranstaltung. Eine Einführung in die Gemmotherapie (Heilen mit Knospen). Die Knospen, die wir zurzeit an den Bäumen sehen, sind Wunderwerke der Natur, kleine Kraftpakete! Was man auf einem Waldspaziergang sammeln und erfahren kann, darüber möchte ich sprechen.

Johannisbeermazerat    Wir werden das Johannisbeerknospenmazerat herstellen, den Star unter den Gemmotherapiepräparaten, ein sehr wirksames Allergie-Notfallmittel mit kortisonähnlicher Wirkung!

 

Kosten: 25€ pro Teilnehmer, Material und Verpflegung inklusive

 

 

 

 

 

Rezepte, weil sonst nix los ist

 

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich bin immer noch in einem sonderbaren Pause-Modus. Energetisch ganz tief unten. Habe keine Termine, verschiebe alles ständig auf nächste Tage und denke, ach so richtig fängt das Jahr ja auch erst an Maria Lichtmess an…

Immerhin, ein neuer Buchvertrag kündigt sich an, darüber freue ich mich sehr.

Was ich im Moment aber gerne mache, ist Kochen und Fermentieren. Und weil ich auf dem Markt und bei verpackungsfreien Supermärkten einkaufe, zeige ich euch als erstes den Müll, der dabei angefallen ist. Meist bleibt er nicht lange liegen, denn der Hund frisst auch gern Fermentiertes und ich denke, dass er deswegen trotz seiner 16 Jahre so fit ist. 

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Dies hier habe ich für einen Brunch gemacht, war sehr lecker. Mengenangabe nach Bedarf und Geschmack, damit es spannend bleibt…

Champignons mit Spitzkohl, Zwiebeln, Rosmarin: Pilze waschen, vierteln, zusammen mit dem Gemüse und dem Rosmarin in Öl anbraten, mit Sojasoße abschmecken und mindestens noch eine halbe Stunde vor sich hin köcheln lassen.

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Rotkohlsalat mit Roter Bete, gehackten Nüssen und Granatapfel: Rotkohl in feine Streifen schneiden, mit Salz vermischen und mit einem Teller bedecken, etwas Schweres draufstellen, damit der Kohl gepresst wird. So wird er bekömmlicher und weicher. Währenddessen die Rote Bete raspeln, Sonnenblumenkerne, Nüsse oder Mandeln hacken, in einer Pfanne ohne Fett anbräunen und den Granatapfel pulen. Die Salatsoße außer Essig und Öl gern mit etwas Quittengelee, Orangensaft oder Himbeeressig, mindestens aber mit Zucker oder Honig abschmecken. Mit dem Gemüse mischen, obendrauf mit Granatapfel und Nüssen dekorieren.

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Und dann habe ich wieder fermentiert. Ich habe mir angewöhnt, mehrmals am Tag eine kleine Portion fermentiertes Gemüse zu essen. Weil es so guttut. Auf der Oberfläche von unbehandeltem Gemüse befinden sich Milchsäurebakterien. Und auf die ist unser Verdauungssystem scharf, denn die Milchsäurebakterien kleiden sozusagen die Wände aus und sorgen dafür, dass nicht nur unsere Verdauung, sondern auch unser Immunsystem funktioniert. Außerdem verhindern sie, dass die Darmwand durchlässig wird und Eiweißstoffe durchsickern können, was u.a. zu Allergien führen kann. Und und und. Das Ding ist nun aber, dass die Milchsäurebakterien ausgeschieden werden, d.h. wir müssen immer wieder von oben nachfüllen.

Hier meine aktuellen Favoriten:

Fermentos

Kimchi (koreanisches Nationalgericht) in meiner Version: Chinakohl in Streifen schneiden, mit Salz fest in ein großes Marmeladenglas drücken, so dass ordentlich Wasser austritt. Ich nehme dazu gern eine kleine Glasflasche, man kann auch einen Holzstößel nehmen. Nach Geschmack kleingeschnittene Peperonis, Ingwer und Knoblauch dazugeben, vermischen. Etwas Apfelessig ebenfalls untermischen. Mindestens einen Tag offen in der Küche stehen lassen, Deckel locker drauflegen. Nach 3-6 Tagen essfertig. Hält sich im Kühlschrank lange, wenn man das Gemüse immer runterdrückt. Es sollte immer mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Nie in großen Mengen essen, aber zu jedem Essen ein wenig dazu.

Und weil ich immer noch so viel Rotkohl hatte: Zu gleichen Teilen Rotkohl und Chinakohl in Streifen schneiden, mit Salz ins Glas geben, drücken, s.o. Hierfür habe ich eine Essigsoße gemacht mit Honig und grobkörnigem Senf.

Abgedeckt habe ich die beiden mit einem Chinakohlblatt, das ich am Ende meist nicht mitesse. Wenn das Glas leer ist, muss man die Soße nicht wegwerfen, einfach wieder mit neuem Gemüse auffüllen. Viel Spaß und guten Appetit!

Demnächst gibt dann auch wieder neue Kurs und frische Ideen.

Aber, wie gesagt, ich hoffe auf den 2.2., Maria Lichtmess. Und geh jetzt schlafen. Mal wieder. Denn morgen ist auch noch ein Tag.

 

 

 

Novembergedanken

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„Ich weiß nicht, was es Wichtigeres geben kann, als dafür zu werben, diese Erde zu erhalten, unseren Lebensraum.“

Mit diesem Satz bin ich vor ein paar Tagen aufgewacht, als ich mich auf die Lesung in Coburg vorbereitet habe. Es war vier Uhr morgens, ich war mit einem Schlag wach.

In mir das Gefühl von Traurigkeit, das bestimmt alle kennen, zumindest die, die dies hier lesen, dies Gefühl, das mich überfällt, wenn ich an diese aus den Fugen geratende Welt denke, wenn jede neue Nachricht die Annahme zu bestätigen scheint, dass meist genau die falschen Entscheidungen getroffen werden, vor allem umweltpolitisch. Und dass es uns nicht gelingen wird, die fatalen Folgen aufzuhalten.

Einerseits. Und andererseits war da eine Ruhe, eine Richtung, ein Ziel, das ich noch nie so klar vor mir gesehen habe. Was sollte wichtiger sein als das? Im Sinne von, „mir fällt einfach nix anderes ein, kein Job, keine Rolle kann interessanter und spannender sein als jeder Schritt, den ich in diesem Bewusstsein gehe.“  Werben, verführen, locken, damit ich viele Menschen erreiche und sie mitmachen.

Immer mal muss ich mir dabei wiederholen, dass ich keine Angst zu haben brauche. Die Arbeit an den Kursen und an allem anderen ist nicht wenig und bringt nicht viel ein, zumindest nicht viel Geld, aber wir sind alle hoffnungslos voneinander abhängig und so wird es immer ein Netz geben, das mich auffängt und hält, wenn ich es brauche. Was habe ich  in diesem Jahr alles erfahren an Verbundenheit, an Dankbarkeit und an schönen Erlebnissen mit meinen Kursen und mit meinem Buch!

Die letzten Ankündigungen für dieses Jahr, in dieser stillen Zeit, die immer stiller wird, bis am 21.12. das neue Licht geboren wird und danach das Jahresrad für 12 Nächte angehalten wird, wir nochmal auf das Jahr zurückblicken können und auf das neue voraus. Die Tore stehen dann weit offen, wir räuchern das Alte heraus und machen Platz für Neues.

Hier sind sie also:

 

°°° 25.11. 19:30 ein Leseabend bei O’Pflanzt is

„Die wilde Jagd“ heißt der Abend jetzt. Ein paar Plätze gibt es noch, damit es kuschelig-eng und warm wird im Bauwagen!  Ich lese und erzähle Geschichten rund um Samhain, höre aber auch gern zu, wenn jemand anderes erzählen mag! Galgantkekse und Punsch bringe ich mit, aber es wäre toll, wenn alle noch etwas Kleines beisteuern!

Anmeldungen bei krautundueben@posteo.de Unkostenbeitrag: 5€

 

°°°3.12. 11:00-14:00 bei O’Pflanzt: Der letzte Kurs auf dem Gelände. Das wird hart.

…aber gemütlich: Kräutertees im Tagesverlauf heißt der Kurs und wir beschäftigen uns mit der Frage, was wir am besten morgens, mittags oder abends trinken sollten. Warum gibt es in unseren Breiten eigentlich keine anregenden Pflanzen mit Koffein? Das Thema Kaffee werden wir auch diskutieren!

Und lecker wird es, wenn wir die Bratapfelsalbe kochen werden, die einen wunderbaren und aromatischen Schutz abgibt für Haut und Lippen.

Zum Probieren gibt es diesmal vieles: verschiedene Tees, über die wir sprechen, Galgantkekse aus der Hildegard-Küche und die Reste der Salbenherstellung!

 

°°°21.12. bei O’pflanzt is ein Sonnwendfeuer zum Abschied und Neubeginn, an dem ich teilnehmen werde.

Kommt und stärkt die O’Pflanzt is-Geschichte!! Lasst uns eine Geschichte in Worten und Taten erzählen, über uns, unsere Stadt und den Umgang mit den Kräften der Natur!

 

°°°Und noch ein kleiner krautundueben-Ausblick ins neue Jahr:

° 4 Kurse sind geplant bei „OHNE“, dem verpackungsfreien Supermarkt, wir sitzen zwar nicht mehr draußen, machen aber weiter! Die genauen Termine klären wir gerade.

° Ebenfalls ungefähr 4 Kurse beim „Grünstreifen“, dem Gemeinschaftsgartenprojekt in Oberföhring. Endlich die Möglichkeit, Kräuterwanderungen anzubieten im Englischen Garten! Darauf freue ich mich sehr.

° im ÖBZ wird es auch wieder Vorträge geben

° und ab Mai 18 wird es Ernst! Krautundueben geht aufs Land! Der Umzug nach Hessen ist geplant, wir übernehmen „Hirschrain“, ein wunderschönes Gut südlich von Kassel! Darüber schreibe ich im neuen Jahr mehr. Nur soviel: Es gibt den ICE von München nach Fulda, von dort kann ich alle Kursteilnehmer abholen, die sich für ein Wochenende interessieren… Trotzdem habe ich auch im neuen Jahr viele gute Gründe, jede zweite Woche in München zu sein.

°mit Michael Bischoff und Otto plane ich einen theatralen „Spaziergang“ durch den englischen Garten. So eine Art Kräuterwanderung mit Installationen, Texten und sonderbaren Begegnungen.

Und und und.

Genießt die dunkle Zeit, schaut in die Tiefe, lasst euch nicht schrecken, denn dort sind unsere Wurzeln.

Alles Liebe, Bettina